Dienstag, 20. Dezember 2011

Buchvorstellung: Münchner Bergtouren

Thomas Otto:
Münchner Bergtouren
46 Felstouren im II. Grad zwischen Salzburg und Oberstdorf



Die Reihe Rother Selection beinhaltet Auswahlführer der Extraklasse. Traumtouren für Genießer und ambitionierte Bergsteiger werden in diesen Büchern präsentiert: ob Hüttentrekking, Hochtouren, Klettern oder Klettersteige - das Spektrum dieser Reihe ist breit.

So auch in diesem Buch, das 46 Felstouren im II. Grad zwischen Salzburg und Oberstdorf beschreibt. Denn wo die ausgebauten Wege enden, wird das Bergwandern zum Bergsteigen - und das gewinnt in den Zeiten des Klettersteig-Booms eine ganz neue Faszination. Immer mehr Bergbegeisterte suchen spannende Alternativen zum Aufstieg an Drahtseilen und Eisenklammern. Bei diesen Touren ist der Felskontakt garantiert. Dabei übersteigt die Kletterei (fast) nie den II. Schwierigkeitsgrad, den Geübte in der Regel noch ohne Seilsicherung bewältigen können – Genuss also ohne allzu großes Wagnis und Risiko.

Die Auswahl der Tourenziele reicht vom Tennengebirge hinter Salzburg bis zu den Allgäuer Alpen, vom voralpinen Ambiente um Spitzing- und Tegernsee bis zu den „grauen Riesen“ von Karwendel, Wetterstein und Lechtaler Alpen. Künstliche Steighilfen findet man auf diesen Routen eher selten, was kein Mangel ist, sondern ein Gewinn: Denn wer sich mit der nötigen alpinen Erfahrung auf den Weg macht, genießt hier ein besonders tiefes, ursprüngliches Bergerlebnis.

Dieses Buch bietet alles, was man wissen muss, um abseits der üblichen Klettersteig-Infrastrukturen auf Touren zu kommen. Klar und kompetent, mit genau differenzierten Schwierigkeitsbewertungen wird vermittelt, welche Anforderungen die einzelnen Routen stellen. GPS-basierte Höhenprofile und Kartenausschnitte mit eingetragenen Routenverläufen ergänzen die sehr detaillierten, sorgfältig recherchierten Wegbeschreibungen Dazu sind für sämtliche Routen GPS-Tracks verfügbar, für die Planung zu Hause wie für die Durchführung im Gelände. Und nicht zuletzt macht auch die großzügige Bebilderung Lust auf spannende Felstouren erster Klasse im zweiten Schwierigkeitsgrad.

Dieter Buck
Thomas Otto: Münchner Bergtouren. 46 Felstouren im II. Grad zwischen Salzburg und Oberstdorf. 1 Auflage 2012. 208 Seiten mit 179 Farbfotos, 46 GPS-basierten Höhenprofilen, 46 Tourenkarten im Maßstab 1. 50.000 sowie einer Übersichtskarte Format 16,3 x 23 cm, englische Broschur mit Umschlagklappe. Rother Verlag, Oberhaching. ISBN 978-3-7633-3050-8.  24,90 € (D), 25,60 € (A), 37,90 sFr (UVP).

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Montag, 5. Dezember 2011

Buchvorstellung: Alpencross-Training

Uli Preunkert, Marianne Pietschmann: Alpencross-Training




Die Geschichte des Alpencross beginnt im Jahr 1990. Damals radelte der Bergführer Andi Heckmair nach akribischer Vorbereitung als erster Mountainbiker über die Alpen. Die legendäre, gut 440 Kilometer lange „Heckmair-Route“ führte über elf Pässe und 14 000 Höhenmeter von Oberstdorf zum Gardasee.

Heute gilt eine erfolgreiche Alpenüberquerung als Ritterschlag für jeden Mountainbiker. Dank zunehmender Geländetauglichkeit der Räder steht die sportliche Herausforderung jedem offen. Voraussetzung für den Erfolg sind allerdings eine gute Vorbereitung, die richtige Ausrüstung und körperliche Fitness, wissen Uli Preunkert und Marianne Pietschmann. Die Autoren dieses MTB-Praxisbuchs wissen wovon sie schreiben, bieten sie doch selbst geführte Touren über Europas höchstes Gebirge an. Schritt für Schritt und mit großer Sachkenntnis erläutern sie, wie das perfekte Alpencross-Bike aussehen muss, welche Checks vor Tourbeginn durchgeführt werden sollten und welche Ausrüstung unerlässlich ist. Wie man mit GPS-Geräten und Karten richtig umgeht, was zu tun ist bei Pannen wie Ketten- oder Speichenriss, wie man durch die optimale Fahrtechnik Kräfte spart und durch richtige Ernährung den Trainingserfolg verbessert. Das und vieles mehr verrät das aussagekräftig illustrierte Standardwerk zum Thema. Darüber hinaus bieten die Autoren acht detailliert beschriebene Tourenvorschläge aller Schwierigkeitsgrade und eine umfangreiche Übersicht über hilfreiche Internetseiten und Adressen für alle Alpenüberquerer.

Uli Preunkert, Marianne Pietschmann: Alpencross- Training. Planung, Training, Ausrüstung und Tourentipps fürs MTB. 192 Seiten, ca. 150 Abb., Format 16,5 x 23,5 cm, Broschur mit Fadenheftung. Bruckmann Verlag, München. ISBN 978-3-7654-5272-7. 19,95 € (D), 20,60 € (A), 29,90 sFr.

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Buchvorstellung: Die großen Nordwände

Uli Auffermann:
Im Schatten der Nordwand




Kaum einer, der sich der imposanten Gebirgsarchitektur dieser drei mächtigen Bergriesen entziehen könnte. Für den Touristen sind sie der Inbegriff von Abenteuer und bergsteigerischem Wagemut, für den Alpinisten sind sie DIE Herausforderung schlechthin: Die Rede ist von den Respekt einfordernden Nordwänden von Matterhorn, Eiger und Grandes Jorasses.

Anderl Heckmair, der legendäre Bergführer und Erstbezwinger der Eiger-Nordwand, hat sie einst „Die drei letzten Probleme der Alpen“ genannt und damit einen noch heute gültigen Begriff geprägt. Denn auch lange nach ihrer Erstdurchsteigung sind sie Maßstab und Prüfstein für alpinistische Kompetenz, für Mut und Durchhaltevermögen. Der neue Band des Allgäuer Autors Uli Auffermann erzählt die eindrucksvolle Geschichte dieser drei magischen Nordwände, an denen sich Tragödien abspielten und Triumphe gefeiert wurden.

Sachkundig und spannungsreich lässt er den Leser an frühen Begehungsversuchen teilhaben, rekapituliert die Erstbegehungen und porträtiert mutige Alleingänger, weibliche Alpinisten und ambitionierte Amateure. Er schildert dramatische Unfälle in der Wand, weiß von den erschwerten Bedingungen einer Winterbegehung zu berichten, schildert die Jagd nach Rekorden bei Speedbegehungen oder Free-Solo­Durchsteigungen. Mit Geschichten, Interviews, Porträts, vielen Hintergrundinfos und einer Vielzahl historischer Aufnahmen bietet Auffermann ein faszinierend vielschichtiges Porträt der drei Nordwände und ihrer Bezwinger. Bei alldem erhebt Auffermann nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder chronologische Perfektion, sondern möchte vielmehr den Mythos und die Faszination der drei Nordwände vermitteln, die bis heute das bergsteigerische Fundament jedes Alpinisten darstellen.

Dieter Buck
Uli Auffermann: Im Schatten der Nordwand. Triumph und Tragödie an Matterhorn - Eiger - Grandes Jorasses. 224 Seiten, ca. 70 Abb., Format 14,3 x 22,3 cm. Bruckmann Verlag, München, 2011. ISBN 978-3-7654-5626-8. 19,95 € (D), 20,60 € (A), 29,90 sFr.




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Buchvorstellung: Klettersteiggehen

Eugen E. Hüsler:
Klettersteiggehen

 


Eugen E. Hüsler, auch der „Klettersteigpapst“ genannt, schreibt wieder über seine Lieblingsbeschäftigung: die Klettersteige. Vie ferrate, zu Deutsch „Klettersteige“, sind zwar kein reines Klettern, fordern dem Bergfreund jedoch ein ansehnliches Maß an Mumm und sportlicher Tüchtigkeit ab. Trotzdem - oder gerade deswegen ­erfreuen sich die Eisenwege zunehmender Beliebtheit. Immerhin bieten sie eine ideale Möglichkeit, das Naturwunder Alpen zu erleben. Hüsler, allseits bekannt als Autor zahlreicher Klettersteig-Führer, hat nun sein Lehrbuch für Anfänger und fortgeschrittene „Ferratisti“, das unentbehrliche Standardwerk für alle Klettersteigfreunde, in der gerade erschienenen 2. Auflage aktualisiert. Der Autor behandelt sämtliche Aspekte des Klettersteiggehens, von der Geschichte über Planung und Bau eines Steiges, die richtige Ausrüstung, körperliche Voraussetzungen, die wesentlichen Techniken beim Auf- und Abstieg bis hin zu Schwierigkeitsgraden, Sicherheit und Gefahren. Zahlreiche Bilder und Skizzen veranschaulichen die einzelnen Lerneinheiten. Zudem schlägt Hüsler 50 ausgewählte Klettersteige für Einsteiger und Fortgeschrittene vor. Im Anhang finden sich zahlreiche Literaturhinweise, einschlägige Wetterdienste und Internetadressen sowie eine Liste alpiner Fachausdrücke in deutsch-italienisch-französisch. Eine unverzichtbare Lektüre für alle Ferratisti und solche, die es werden wollen.

E. Hüsler: Klettersteiggehen. 192 Seiten, ca. 200 Abb., Format 16,5 x 23,5 cm Broschur mit Fadenheftung. Bruckmann Verlag, München. ISBN 978-3-7654-5722-7. 19,95 € (D), 20,60 € (A), 29,90 sFr.

Buchvorstellung: Bergwanderungen für Frühaufsteher

Eugen E. Hüsler:
Bergwanderungen für Frühaufsteher
in den Bayerischen Voralpen
und im Karwendel




Es ist nicht jedermanns Sache. Aber trotzdem, es ist herrlich: Erleben, wie es ist, in der stockdunklen Nacht loszugehen nur mit dem Lichtlein der Stirnlampe. Hinein in die Stille, die die Sinne schärft. Im frühen Dämmerlicht Hirsche entdecken, einen Hasen oder ein Reh, das sich aus der Deckung wagt. Dagegen kaum Menschen. Man ist ziemlich allein auf diesen dunklen Pfaden und lernt die Berge von einer ganz neuen, spannenden Seite kennen.

Der bekannte Alpinautor Eugen E. Hüsler bittet in seinem neuen Buch zu dieser ganz speziellen Art des Bergwanderns, dem „Bergwanderungen für Frühaufsteher“. Zwanzig Touren empfiehlt er seinen Lesern, die man sich im frühen Dämmerlicht zwischen dem Wank und dem Wendelstein, zwischen dem Murnauer Moos und der Eng erwandern kann. Über den Reitweg zum Herzogstand, von Jachenau auf den Jochberg, aufs Brauneck, zur Lamsenjochhütte oder auf das Hintere Sonnwendjoch. Wanderziele, die man vielleicht schon von so mancher Tagestour kennt, werden in der Zeit zwischen Nacht und Tag zu etwas ganz Besonderem. Sie erscheinen in der Dämmerung oder vor der noch ganz tief stehenden Sonne mystisch verklärt. Warme Farben und tiefe Schatten verleihen der Landschaft einen ganz besonderen Zauber. Hüsler weiß: Wer Frühaufstehertouren plant, muss ein paar Dinge bedenken, mit denen sich Langschläfer nicht herumschlagen müssen. Und so gibt es nicht nur Karten, Tourensteckbriefe und Routenbeschreibungen und Fotos vom Zauber der Dämmerstunden, sondern auch wertvolle Tipps zur Ausrüstung und Planung für den Aufstieg in der Morgendämmerung.

Dieter Buck
Eugen E. Hüsler: Bergwanderungen für Frühaufsteher in den Bayerischen Voralpen und im Karwendel. 96 Seiten, ca. 100 Abb., Format 16,5 x 23,5 cm, Broschur mit Fadenheftung. J. Berg Verlag, München, 2011. ISBN 978-3-86246-017-5. 14,95 € (D), 15,40 € (A), 22,90 sFr.
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Buchvorstellung: Sportklettern

Frank Schweinheim, Jürgen Schmied: Sportklettem




Jürgen Schmied ist seit fast einem Vierteljahrhundert kletternd, zu Fuß, Rad fahrend oder auf dem Wasser in Europa unterwegs. Er hat drei Töchter, mit denen er aktiv die Welt erkundet. Hier hat er zusammen mit Frank Schweinheim beschrieben, was ein Sportkletterer wissen muss:

Kletterer können sportliche Leistungen vollbringen ohne sich an institutionelle Regeln halten zu müssen. Diese im Sport ungewöhnliche Freiheit macht einen großen Teil der Faszination Klettern aus, davon sind die beiden Autoren überzeugt. Die Autoren des Lehrbuchs  sind selbst seit über zwanzig Jahren aktive Kletterer und vermitteln detailliert und in didaktisch sinnvoll aufgebauten Einheiten das Basiswissen und die Praxis des Sportkletterns. Angefangen bei der Geschichte des Sports über eine Analyse der Grundsituationen am Fels, wie etwa der Bewegungskoordination oder der Orientierung, bis zu einem ausführlichen Grund- und Aufbaukurs wird alles Wichtige zu Ausrüstung, Technik und Sicherheit vermittelt. Jede der Lerneinheiten ist anschaulich bebildert, enthält hilfreiche Grafiken oder Skizzen und besondere Expertentipps. Ein gesondertes Servicekapitel mit Infos, unter anderem zu Kletterhallen und Klettermagazinen, zu hilfreichen Internetadressen oder dem Klettern mit Kindern rundet das kompetente und verständlich geschriebene Lehrbuch ab.

Dieter Buck
Frank Schweinheim, Jürgen Schmied: Sportklettern. Praxiswissen vom Profi zu Ausrüstung, Technik und Sicherheit. 192 Seiten, ca. 200 Abb., Format 16,5 x 23,5 cm, Broschur mit Fadenheftung. Bruckmann Verlag, München, 2011. ISBN 978-3-7654-5727-2. 19,95 € (D), 20,60 € (A), 29,90 sFr.

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Buchvorstellung: Schneeschuhgehen

Christian Schneeweiß:
Schneeschuhgehen



Praxistipps von Profis, das beste was man bekommen kann! Die erfolgreiche und beliebte Reihe Outdoorpraxis des Bruckmann-Verlages erscheint seit Herbst 2011 mit neuem Gesicht: Im aktualisierten, frischen Layout verspricht sie eine noch bessere Leserführung, noch mehr aktuelle Informationen und noch mehr Raum für anschauliche Illustrationen. Dabei wird das bewährte Konzept beibehalten: Die Autoren sind ausgewiesene Fachleute auf ihrem Gebiet. Anschaulich und praxisnah vermitteln sie Einsteigern wie Fortgeschrittenen fundiertes technisches Grundwissen. Sie informieren über Voraussetzungen, nötige Ausrüstung und mögliche Gefahren der verschiedensten Spielarten des Alpinismus. Kompetent. verlässlich und immer auf dem neuesten Stand.

Dem Fotografen- und Autorenteam Bernd Ritschel und Christian Schneeweiß, beide in alpinen Kreisen bestens bekannt, haben es nun die Schneeschuhe angetan: Also, ein paar Schneeschuhe. wasserdichte Winterstiefel und ein paar Trekkingstöcke - viel mehr braucht es nicht, um in die Einsamkeit unverspurter winterlicher Landschaften aufzubrechen. Das Schneeschuhgehen erfreut sich zunehmender Beliebtheit in Deutschland!. Was bei Touren auf ungeräumten Winterwegen zu beachten ist, welche körperlichen Voraussetzungen man erfüllen sollte. welche Gehtechniken es gibt und worauf man beim Kauf der Ausrüstung achten sollte. das erklären die beiden in ihrem anschaulich geschriebenen Praxisbuch. Darüber hinaus helfen die beiden erfahrenen Alpinisten bei der Planung einer Schneeschuhtour. Sie informieren über alpine Gefahren und wissen, was nach einem Unfall zu tun ist. Einige Beispieltouren und ein Anhang mit Literaturtipps und einem Glossar ergänzen das kompetente und anregend bebilderte Lehrbuch.

Christian Schneeweiß/Bernd Ritschel: Schneeschuhgehen. Praxiswissen vom Profi zu Ausrüstung, Technik und Sicherheit, 192 Seiten, ca. 200 Abb., Format 16,5 x 23,5 cm, Broschur mit Fadenheftung. Bruckmann Verlag, München, 2011. ISBN 978-3-7654-5566-7. 19,95 € (D), 20,60 € (A) 20,60, 29,90 sFr.

Mittwoch, 23. November 2011

Buchbesprechung: Alpenvereinsjahrbuch 2012

Buchbesprechung: Alpenvereinsjahrbuch
Berg 2012



Das traditionsreiche Alpenvereinsjahrbuch, wie in der Vergangenheit ein gemeinsames Buchprojekt des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins sowie des Alpenvereins Südtirol, erscheint nun schon zum 136. Mal. 2012 in einem völlig neuen Layout und mit einem komplett überarbeiteten inhaltlichen Konzept. Der Unterschied ist sofort zu erkennen: Das Buch ist magazinartiger, emotionaler und großzügiger im Layout, wertiger in Papier und Druck. Die einzelnen Artikel werden ab dieser Ausgabe in die Rubriken BergFokus, BergWelten, BergSteigen, BergMenschen und BergWissen zu finden sein.
Und wie immer: Das Jahrbuch bietet mit erstklassigen Beiträgen namhafter Autoren und Fotografen einen Überblick über die wichtigsten Themen und Trends aus der Welt des Bergsports. Das große Thema dieser Ausgabe sind das Weltnaturerbe Dolomiten und das Gebietsthema Brenta; der Brentagruppe ist auch die beigelegte Karte gewidmet. Ein Aufsatz handelt von den großen Bergführern der Dolomiten – Namen wie Innerkofler, Dibona oder Piaz sind auch heute noch allgemein bekannt -, Annette Köhler sprach mit Hanspeter Eisendle über die Besonderheit des Kletterns in den Dolomiten, die ladinische Sprache erhielt ein Kapitel und auch die Besonderheit der Zusammenarbeit im Rettungswesen der verschiedenen Organisationen in Gröden wurde behandelt.
Neu ist die Kulturchronik mit den Fragen „Was prägt das Bild vom Bergsteigen, wie werden wir öffentlich wahrgenommen?“ Weitere Themen sind unter anderem „die Eisenbahn als Alpinismuspionier“, „Hat der Mensch ein Recht auf Risiko?“, mit „Edelweiß und Judenstern: Welche Rolle spielte der Alpenverein in der Zeit von 1919 bis 1945?“ und einem Bericht über das „Friesenberghaus“ wurde auf die Geschichte eingegangen und im Beitrag „Umweltschutz: Haben die Seilbahnlobby und andere Alpenmöblierer in Österreich das letzte Wort?“ fand auch ein kritisches Umweltthema Platz im Jahrbuch. 
Alles in allem - ein lesenswertes Werk, das jeder Bergfreund besitzen sollte. 
Alpenvereinsjahrbuch BERG 2012. Herausgegeben vom Deutschen Alpenverein, Oesterreichischen Alpenverein und Alpenverein Südtirol. Ca. 256 Seiten, ca. 230 farbige Abb., 20,8 x 25,8 cm, gebunden. Für Alpenvereinsmitglieder mit beigelegter Alpenvereinskarte Brentagruppe. Tyrolia-Verlag Innsbruck. ISBN 978-3-937530-61-1. Mitglieder 15,80 €, Nichtmitglieder 17,80 €.

Mittwoch, 16. November 2011

Buchbesprechung: Erzenberg am Wald. Der Reiseführer zum Untergang

Buchbesprechung:
Erzenberg am Wald.
Der Reiseführer zum Untergang




Selten so einen guten Reiseführer gelesen. Selten so geschmunzelt, selten so amüsiert. Obwohl der Anlass eigentlich ein trauriger ist: Erzenberg am Wald, wie schon am Namen unschwer zu erkennen, im Osten der Republik gelegen, ist dem Untergang geweiht. Nur weiß keiner, wann er kommt. Die Stadt ist durch ihre lange Bergbauvergangenheit untertunnelt und es muss damit gerechnet werden, dass alles einbricht. Erschwerend kommt dazu, dass die Leute immer dümmer werden. Dumme Leute werden aber dick und schwer, uns so wird das Unglück noch beschleunigt.

Man sollte also schnell hinfahren und sich die Sache ansehen. Oder zumindest diesen Reiseführer lesen, dann weiß man auch schon alles. Von den Einreisebestimmungen bis zu den Empfindlichkeiten der Ureinwohner und ihren allseits bekannten Versuchen, die Touristen ausnehmen oder der Sturheit der Bürokraten, auch von anderswo bekannt, ist alles gut recherchiert und niedergeschrieben worden. Nützlich für den Touristen sind die Hinweise zu den Übernachtungsmöglichkeiten und zum Essen, interessant die Kapitel über Kultur, Baukunst, Volksbrauchtum wie den Zapfenmännel-Pokal, die Rammlerhatz oder das Misserntedankfest und natürlich den Sehenswürdigkeiten wie die Kuschelbrücke, den Gelbwasserbach oder die beliebten Museen. Nützlich sind die Hinweise auf günstige Einkaufsmöglichkeiten im Kapitel „Hehlen und gestohlen bleiben“.

Schade nur, dass Erzenberg Fiktion ist, so muss man nächstes Jahr doch wieder nach Mallorca oder in die Berge gehen…

 Thomy, Veit Anders, Peter Schaffert: Erzenberg am Wald. Der Reiseführer zu Untergang. 196 S., zahlr. Illustrationen, brosch. Erzenbergische Verlagsgesellschaft, Chemnitz. ISBN 978-3-981-4678-0-2. 14,95 €.

Montag, 7. November 2011

Buchvorstellung: Schneeschuhführer Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen, Kaisergebirge

Evamaria Wecker:
Rother Schneeschuhführer Chiemgauer Alpen.
Mit Berchtesgadener Alpen und Kaisergebirge


In der Reihe der Rother Schneeschuhführer werden reizvolle Touren für Schneeschuhgeher aller Leistungsklassen beschrieben. Sowohl Genießer als auch sportlich ambitionierte Wintersportler finden bei den Vorschlägen die richtige Tour in idealem Gelände.

In diesem Schneeschuhführer sind die interessantesten Routen in den Kalkbergen zwischen Inn und Salzach beschrieben – von der einfachen, talnahen Winterwanderung bis zur anspruchsvollen, hochalpinen Gipfeltour. Bekannte Ziele und Klassiker finden ebenso ihren Platz wie stille Geheimtipps und unbekannte Rundtouren. Dabei hat die Autorin auch auf Umweltverträglichkeit großen Wert gelegt: Das Buch enthält Informationen und Tipps zu naturverträglichem Schneeschuhwandern. Außerdem sind fast alle vorgestellten Wanderungen bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Dieses Konzept hat auch den Deutschen Alpenverein überzeugt, der den Führer im Rahmen des DAV-Projekts »Skibergsteigen umweltfreundlich« mit dem Gütesiegel »Naturverträgliche Wintertouren« ausgezeichnet hat.

Bei jeder der 53 Touren werden alle wichtigen Informationen zu Ausgangspunkten, Höhenunterschieden und Gehzeiten, Anforderungen, Lawinengefährdung, Hangausrichtung und Einkehrmöglichkeiten auf einen Blick geboten. Dazu kommen eine genaue Wegbeschreibung, eine Wanderkarte mit eingezeichnetem Routenverlauf und ein aussagekräftiges Höhendiagramm. Für einen Großteil der Touren stehen zudem GPS-Daten zum Download bereit. Eindrucksvolle Naturaufnahmen machen Lust darauf, in die winterliche Bergwelt einzutauchen.

Dieter Buck
Evamaria Wecker: Rother Schneeschuhführer Chiemgauer Alpen. Mit Berchtesgadener Alpen und Kaisergebirge. 1. Auflage 2012. GPS-Daten zum Download. 144 Seiten mit 76 Farbfotos, 53 Höhenprofilen, 53 farbigen Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000 und 1:75.000 sowie zwei Übersichtskarten im Maßstab 1:350.000 und 1:600.000 Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert mit Polytex-Laminierung. Rother-Verlag. ISBN 978-3-7633-5806-9. 14,90 € (D), 15,40 € (A), 23,50 SFR (UVP).
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Buchbesprechung: Wochenendtouren Bayerische Alpen

Franziska Baumann und Antje Sommer:
Wochenendtouren Bayerische Alpen mit angrenzendem Tirol




Einfach oben bleiben, nicht abends wieder hinab ins Tal und am nächsten Tag wieder hinauf – wer hat sich das bei einer Bergtour nicht schon einmal gewünscht? Wer mehrere Tage im Gebirge unterwegs ist, erlebt die Bergwelt besonders intensiv. Dazu reicht oft schon ein Wochenende: genügend Zeit, um kleine Gebirgszüge zu durchqueren, spannende Gipfel zu erklimmen oder über aussichtsreiche Höhenwege zu bummeln. Bei einer Hüttenübernachtung bietet das Farbenspiel des Sonnenuntergangs unvergessliche Eindrücke, die man nur erlebt, wenn man den Tag abends auf der Hütte ausklingen lässt.

Franziska Baumann und Antje Sommer stellen in diesem Wanderführer 27 abwechslungsreiche Zwei-, Drei und Viertagestouren zwischen Oberstdorf und Berchtesgaden vor. Klassiker wie die Zugspitzbesteigung und die Durchquerung des Steinernen Meeres werden ebenso beschrieben wie wenig bekannte Routen, die in stille Winkel führen. Viele Touren sind von Wanderern, die über etwas Bergerfahrung verfügen, ohne Schwierigkeiten zu meistern. Einige anspruchsvolle Routen in hochalpinen Regionen erfordern jedoch entsprechendes Können und eine geeignete Ausrüstung.

Kurzinfos mit allen wichtigen Angaben, Höhenprofile und farbige Wanderkärtchen mit eingetragenem Routenverlauf geben einen guten Überblick über die vorgestellten Touren. Dazu kommen ausführliche Wegbeschreibungen, durch die ein Verlaufen unterwegs fast ausgeschlossen ist. Die ansprechenden Farbfotos machen Lust, sofort aufzubrechen und die spannende Bergwelt für sich zu entdecken.

Dieter Buck
Franziska Baumann und Antje Sommer: Wochenendtouren Bayerische Alpen mit angrenzendem Tirol. 27 Touren zwischen Oberstdorf und Berchtesgaden. 1. Auflage 2012. GPS-Daten zum Download. 200 Seiten mit 144 Farbfotos, 28 Wanderkärtchen im Maßstab
1:50.000, 1:75.000 und 1:100.000 mit eingezeichnetem Routenverlauf, 27 Höhenprofilen sowie einer Übersichtskarte. Format 12,5 x 20 cm, kartoniert. Rother-Verlag.
ISBN 978-3-7633-3061-4. 14,90 € (D), 15,40 € (A), 23,50 SFR (UVP)
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Freitag, 4. November 2011

Winterbrauchtum: Krampusse in Osttirol

Lienzer Advent
Kinderkrampusse im Zottelfell

Wie überall im Alpenraum erleben Besucher in der Vorweihnachtszeit auch in der Hauptstadt Ostirols jede Menge Brauchtum, Tradition und natürlich Romantik vor schneebedeckten Skibergen.

Noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts schaute man in Osttirol aus den Nasenlöchern. Inzwischen aber ist der Krampus ein wenig geschrumpft, denn die Sehschlitze der Masken sind auf Augenhöhe. Daher wirken die schaurigen Gesellen des Nikolaus zwar noch furchteinflößend, aber nicht mehr ganz so übermächtig. „Auch Traditionen gehen mit der Zeit“, erklärt Kurt Glänzer, der Vorsitzende des Lienzer „Nikolo- und Krampusvereins“ mit seinen 400 Mitgliedern. Wenn sie Anfang Dezember mit Kuhglocken behängt und im Zottelfell durch die Gassen laufen, ist das der Höhepunkt im Lienzer Advent.

Ängstliche Zeitgenossen können die tief im Brauchtum verwurzelte Faszination des Schreckens hinter Absperrgittern auf sich wirken lassen. Obwohl Glänzer betont, dass der Lienzer Krampus zur Spezies der zivilisierten Schauergestalten gehört und in der Regel nur auf Freunde und Bekannte zustürmt, um sie in Rangeleien zu verwickeln. Die absoluten Publikums-Lieblinge sind sowieso die laufenden Meter – die dreijährigen Knirpse unter den 150 Nachwuchs-Krampussen, die am 6. Dezember im Gefolge des Nikolaus in die Altstadt marschieren.

Chef-Krampus Kurt Glänzer, der den Vereinsvorsitz von seinem Vater übernommen hat, war selbst erst drei, als er das erste Mal mit durfte. „Das war schöner als Weihnachten - zumindest aufregender“, erinnert er sich. Der 46-Jährige, der im zivilen Leben als Maschinenschlosser arbeitet, hat im Laufe der Jahre schon vielen Krampussen ihr Gesicht gegeben. Pro Jahr schnitzt er fünf bis acht Larven, wie die Masken aus weichem Zirbenholz in der Fachsprache genannt werden. Etliche davon schmücken die Wände im Alten Schlauchturm der Lienzer Stadtmauer, in dem der „Nikolo- und Krampusverein“ Requisite und Refugium hat. Der Kopfschmuck, das Zottelfell, der Gürtel mit den drei Kuhglocken – insgesamt läuft der Groß-Krampus mit gut 30 Kilo am Leib umher. „Das ist Hochleistungssport“, sagt Glänzer und man versteht, dass die meisten Männer im Rentenalter irgendwann auf die Zuschauerseite wechseln.





Dort stehen die Frauen seit jeher. „Keine Frage - wir bewahren unsere letzte Männerdomäne“, sagt Kurt Glänzer. Als sich vor 18 Jahren mal eine Frau dazwischen geschmuggelt hat, wurde sie sofort verjagt. Der Krampus soll in der Figur des spätmittelalterlichen Kinderschrecks wurzeln, der einst zur Frömmigkeitserziehung des Nachwuchses eingesetzt wurde. Erst im 19. Jahrhundert stieß er – sozusagen als ostalpenländische Antwort auf Knecht Ruprecht – zum Nikolaus, der von weiteren Figuren wie Buttenteufel, Lotter und Litterin begleitet wird. Die einzigen Frauen im Gefolge sind die kleinen Engelsmädchen.

Der harte Krampus-Kern trifft sich schon am 1. Dezember auf dem Riedlhof außerhalb von Lienz zum Tischziehen: Dabei haben es die Gäste, die freiwillig zum Kräftemessen antreten, sehr schwer, den Tisch gegen die wilden Gesellen zu verteidigen. Am 3. Dezember dann begleiten sie den Nikolaus zu seiner Ansprache auf dem Johannesplatz im Stadtzentrum, am 5. Dezember wechselt der Schauplatz zum Ortsteil Patriasdorf und damit in eine ländlich-beschauliche Kulisse, bevor die Nachwuchs-Krampusse einen Tag später wiederum in der Altstadt alle Blicke auf sich ziehen.

Und dann herrscht wieder Ruhe im Angesicht der tief verschneiten Lienzer Dolomiten. Kurt Glänzer setzt sich hin, schnitzt in Musestunden das Jahr über ein paar Masken und freut sich auf die nächste Saison. Besonders stolz ist er auf die Nachwuchs-Krampusse, die er 1993 als eigene Gruppe ins Leben rief. „Die Kleinen schauen sich von Anfang an das echte Krampus-Gehabe ab – inzwischen haben alle denselben Schritt drauf, man erkennt wirklich niemanden mehr“, sagt er.


Der Lienzer Adventsmarkt

Der Lienzer Adventsmarkt, der zu den traditionsreichsten in ganz Österreich gehört und unter dem Motto „Einmal wieder Kind sein“ steht, lässt vom 25. November bis 24. Dezember urtirolerisches Brauchtum lebendig werden. Vor dem Rathaus, das sich in einen riesigen Adventskalender verwandelt, treten Sänger und Märchenerzähler auf. Lesungen und Hirtenspiele beeindrucken die Besucher ebenso wie die lebende Werkstätte, in der Glasbläser, Kerzenzieher und Holzschnitzer zum Mitmachen auffordern, während der Nachwuchs in der Kinderbackstube schwitzt. Das Adventspaket über ein verlängertes Wochenende gibt es ab 155 Euro pro Person im Doppelzimmer eines 3-Sterne-Hotels. Es enthält drei Übernachtungen inklusive Halbpension, dazu Extras wie eine geführte Schneeschuhtour und Glühweingutscheine.






Info:

Osttirol Information
Tel. +43.(0)50.212.212
info@osttirol.com

Montag, 24. Oktober 2011

Südtirol: Winter im Ultental

Winter im Ultental


Das Südtiroler Ultental im Meraner Land erstreckt sich von der Gaulschlucht in Lana über vierzig Kilometer bis zum Ursprung des Falschauer Bachs im Stilfserjoch-Nationalpark. Fünfzig Almen und 33 Naturseen zählen zu den Schätzen des Tals. Die Weite des Trogtals des Falschauers mit seiner ursprünglich-bäuerlichen Kulturlandschaft und den hoch aufragenden Kämmen der südöstlichen Ortlergruppe ist wie geschaffen für Naturerlebnisse abseits von Pisten oder Loipen.



Heile Urlaubswelt
Immer mehr Menschen gehen mit Schneeschuhen auf Wanderschaft, um eine unberührte Natur zu entdecken, die Ski- oder Langläufern verborgen bleibt. In den Dörfern St. Pankraz, St. Walburg, St. Nikolaus und St. Gertraud entdecken Familien, Naturliebhaber und Sportler noch die oft zitierte „heile Urlaubswelt“: Gewachsene Dorfstrukturen, uralte Paarhöfe mit Schindeldächern und gemütliche Unterkünfte machen den Winterurlaub für die ganze Familie zur reinen Erholung. In den intakten und ursprünglichen Naturräumen kommt die Freude an der Bewegung an der frischen Luft ganz von allein auf. 

Für jedes Können gibt es hier Angebote: An den Südhängen der Ortlerausläufer und an den Nordhängen des Deutschnonsbergs gibt es viele leichte bis anspruchsvolle Routen: Zum Höhenheiligtum St. Helena auf einem Hügel oberhalb von St. Pankraz etwa, einem beliebten Ausflugsziel, das bereits 1338 urkundlich erwähnt wurde oder aber zur Flatschbergalm (2310 m), die malerisch oberhalb von St. Gertraud liegt. Das 1905 Meter hohe Riemerbergl, eine urige Alm oberhalb von St. Walburg, bietet eine herrliche Aussicht über die Schwemmalm und hinab ins Tal. Auch hierher kann man gut mit Schneeschuhen wandern.  

Skifahren auf der Schwemmalm
Auf der Schwemmalm bei Kuppelwies macht Skifahren noch Spaß: Ohne Wartezeiten an den Liften, ohne Stau und Massenansammlungen auf den Pisten. Für den Topzustand der 25 Pistenkilometer gab es zuletzt Bestnoten im Internationalen Skiareatest (2008/09). Und gleich noch eine Besonderheit: Das Kinderangebot auf der Schwemmalm ist laut diesem Test top in den Alpen. Die Abfahrten liegen auf der Südseite der östlichen Ausläufer des Ortlermassivs unterhalb des Mutegg-Gipfels. Die schneegünstige Höhenlage zwischen 1500 und 2625 Metern bringt viel Naturschnee bei überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Darüber hinaus können alle Pisten beschneit werden, was sie über Winter bis ins Frühjahr glänzend in Form hält. Die prächtige Aussicht Richtung Ortlermassiv, Ultental und Dolomiten mit dem Rosengarten und der Brentagruppe macht die Gedanken frei. Ab der Bergstation laden herrlich weite und baumfreie Hänge zum Carven ein - ein echter Insidertipp in ganz Südtirol. Und für Skifahrer mit Kondition: Hier gibt es die längste und vielleicht schönste Talabfahrt Südtirols - die Asmolpiste führt von der Bergstation über fünf Kilometer Länge und einem Höhenunterschied von 1100 Metern bis ins Tal.



Im Skitourenhimmel
Das Nonstal ist außerdem ein wahrer Skitourenhimmel: Die Maddalene Bergkette im ursprünglichen Grenzgebiet zum Trentino wird mit einem Skitourenführer zum unvergesslichen Erlebnis. Im hinteren Ultental bei St. Gertraud liegen bekannte Skitourengipfel wie das Hasenohr (3256 m), die Hintere Eggenspitze (3443 m) als höchster Berg des Ultentals oder die Zufrittspitze (3439 m). Der Breitbühel (2287 m) ist eine ideale Tour für Einsteiger.


Eislauf, rodeln, Langlauf
Auf dem Eislaufplatz, der 25 Kilometer langen Talloipe zwischen St. Walburg und St. Gertraud sowie den zwei Rodelbahnen kriegt die ganze Familie die Kurve. Besonders beliebt ist die 500 Meter lange Naturrodelbahn Moscha auf der Schwemmalm. Kaum wie eine andere Wintersportart trainiert das Langlaufen schonend den gesamten Bewegungsapparat. An jeder Wegbiegung warten neue Natureindrücke. Ein echter Renner – auch für Einsteiger – ist die 25 Kilometer lange Ultner Loipe zwischen St. Walburg und St. Gertraud. Sie führt am malerischen Zoggler Stausee und am Falschauer Bach entlang, vorbei an St. Nikolaus und uralten Bauernhöfen durch winterliche Wälder und Wiesen bis zum Talende bei St. Gertraud (1519 m).


Auf Bärentatzen unterwegs – Schneeschuhwandern ist in 
Ebenso intensiv ist das Naturerlebnis beim Winterwandern mit Schneeschuhen. Abseits von Pisten und Loipen entdecken Aktive auf superleichten „Bärentatzen“ traumhafte Landschaften – etwa hinter St. Gertraud am Ultner Talschluss unterhalb des Hinteren Eggenspitzes (3448 m). Dort liegen vier Seen – der Weißbrunn-, Fischer-, Lang- und Grünsee (1877–2561 m) – die querfeldein erwandert werden können. Wunderschön ist auch das Kirchbachtal bei St. Pankraz, das Naturfreunde vom St.-Helena-Kirchlein ausgehend über das Mariolberger Albl vorbei bis zur Innerfalkomai Alm angehen (1532–2051 m). Wer will, kann auch über den Nonsberg „trappern“: Von Proveis im Nonstal geht es unterhalb des Schönboden-Gipfels (2105 m) über die Gampenalm und die Spitzenalm nach St. Walburg – immer durch die tiefverschneite Berglandschaft.

Und mit oder ohne Schneeschuhe sind der Ultner Höfeweg oder die Almen im Nonstal beliebte Ziele – und zwar sommers wie winters!

Fotos: Ultental

Auskunft:
Tourismusbüro Ultental
I-39016 St. Walburg/Santa Valburga
Telefon 0039 0473 795387
Fax 0039 0473 795049


Freitag, 21. Oktober 2011

Buchbesprechung: Klettersteige

Mark Zahel:
Alpine Klettersteige Ostalpen.
70 spannende Touren zwischen Wien, Bodensee und Gardasee



Klettersteiggehen liegt voll im Trend und immer mehr Menschen begeistern sich für das Erlebnis im Steilfels. Der bekannte Alpinautor Autor Mark Zahel hat mir viel Erfahrung die schönsten und spannendsten Klettersteige mit mehr als 100 einzelnen Steigen in 70 Touren aus dem gesamten Ostalpenraum zusammengestellt.
Dabei geht es ihm um mehr als nur die reine Kletterei mithilfe von Eisenteilen. Im Zentrum steht die gesamte Bergtour, bei der der Klettersteig ein reizvoller Bestandteil des Ganzen ist - Bergerleben und der Landschaftsgenuss waren ihm mindestens ebenso wichtig wie die Spannung am Klettersteig. Die typischen Sportferrate, die die Routen auf das rein sportliche Element reduzieren, klammert Zahel daher bewusst aus.

Die Touren verlaufen in den gesamten Ostalpen zwischen Wien und Graubünden, zwischen Bayern, dem Trentino und Slowenien. Vor allem in den Dolomiten, dem nach wie vor unübertroffenen Ferrata-Mekka schlechthin, finden viele beschriebene Touren statt. Auch hinsichtlich der Anforderungen liegt eine ausgewogene Mischung vor, mit Schwerpunkt im mittleren und gehobenen Niveau. Ein paar richtig schwierige Steige sind freilich ebenso vertreten wie einsteigergerechte Touren der unteren Schwierigkeitsgrade.

Kompakte Kurzinfos, differenzierte Schwierigkeitsbewertungen, exakte Routenbeschreibungen, prägnante Höhenprofile und Tourenkarten mit eingetragenem Routenverlauf erlauben eine effektive Planung und Durchführung der Bergtouren. Die praktischen Umschlagklappen mit allen Touren im Überblick machen dieses Buch äußerst benutzerfreundlich. Dank seiner lebendigen Einführungstexte und reichen Illustration ist das Buch aber auch ein echter Lustmacher auf die spannendsten Klettersteige in den Ostalpen, die auf der Wunschliste jedes ambitionierten Bergsteigers ganz weit oben stehen.

Dieter Buck
Mark Zahel: Alpine Klettersteige Ostalpen. 70 spannende Touren zwischen Wien, Bodensee und Gardasee. 296 Seiten mit 219 Farbfotos, 70 Höhenprofilen, 70 Tourenkarten im Maßstab 1:40.000, 1:50.000 und 1:75.000 sowie einer Übersichtskarte, Format 16,3 x 23 cm, englische Broschur mit Umschlagklappe. Rother Verlag, 1. Auflage 2012. ISBN 978-3-7633-3066-9. 24,90 €, 25,60 €, (A), 37,90 SFR.
Lust, das Buch zu kaufen? Hier der Link zu Amazon
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Buchbesprechung: Winterwandern

Wolfgang Taschner:
Winterwandern zwischen Kempten und Berchtesgaden



Winterwandern ist in den letzten Jahren fast zum Modesport geworden, nimmt doch die Lust, verschneite Landschaften zu Fuß zu erkunden, bei Urlaubern wie bei einheimischen Ausflüglern zu. In diesem Buch werden die 35 schönsten Wanderungen im süddeutschen Alpenraum und im Alpenvorland vorgestellt, vor allem der westliche Teil zwischen dem Bodensee und dem Walchensee ist stark vertreten.

Die Touren liegen zwischen Kempten und Berchtesgaden und sind größtenteils bequem an einem halben Tag zu bewältigen. Wer mit Kindern unterwegs ist, wird sich besonders über die kombinierten Wander- und Rodeltouren freuen, wer gerne den Blick schweifen lässt, dem sei die Tour zur Hirschalpe empfohlen. Jede der Touren ist ausführlich beschrieben und mit verlockenden Bildern illustriert. Eine Karte zeigt jeweils den Streckenverlauf und in einem Steckbrief sind die wichtigsten Daten wie Gehzeit, Schwierigkeitsgrad, Tourencharakter oder Einkehrmöglichkeiten genannt. Ein Einführungskapitel informiert über das jeweilige Wandergebiet und gibt Hinweise zum korrekten Verhalten im Gebirge und zur richtigen Ausrüstung. Detaillierte Infokästen und viele Tipps zum Zielgebiet ergänzen den Band. 

Der Autor Wolfgang Taschner ist seit über 15 Jahren freier Fachjournalist und Herausgeber mehrerer Buchreihen. Er ist häufig als Reisebuch-Autor und Fotograf im In- und Ausland unterwegs. Sein Spezialgebiet ist das naturnahe, sportlich-aktive Reisen. 

Wolfgang Taschner: Winterwandern zwischen Kempten und Berchtesgaden. 144 Seiten, ca. 120 Abb., Format 16,5 x 23,5 cm Broschur mit Fadenheftung. Bruckmann Verlag, München. ISBN: 978-3-7654-5503-2. € 19,95.

Buchbesprechung: Erste Hilfe am Berg und auf Reisen

Dr. Walter Treibel:
Erste Hilfe und Gesundheit am Berg und auf Reisen


Bergsteiger oder Reisende abseits der Zivilisation müssen in Notfällen sich selbst und anderen zu helfen wissen. Einen wirklichen Ernstfall unterwegs wünscht man sich natürlich niemals, aber sollte er doch einmal eintreten, ist es wichtig, richtige Entscheidungen treffen zu können. Vor allem – oft eilt es!
Dieses nun bereits in der zweiten Auflage in der Reihe Wissen & Praxis erschienene Erste-Hilfe-Buch unterstützt medizinische Laien, einem Verletzten oder Erkrankten bei einem medizinischen Notfall angemessen und effektiv zu helfen. Es stellt lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen vor, die in extremen Situationen angewandt werden, erklärt Maßnahmen bei Knochenbrüchen, bei Wunden, Hitze- oder Kälteschäden oder inneren Erkrankungen. Darüber hinaus informiert es, was in die Reise-Apotheke von Bergsteigern und Fernreisenden gehört und bietet fundiertes Wissen zu Themen wie Training, Ernährung, Überlastung und Psychologie. Schließlich kommen auch praktische Ratschläge zur Höhenmedizin nicht zu kurz.
Die zahlreiche Abbildungen, Übersichten, Tipps und Adressen in diesem Buch machen Kompliziertes verständlich und bieten einen sehr hohen Informationswert.
Der 1955 geborene Autor Dr. med. Walter Treibel ist niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin in München. Er war Gründungsmitglied und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin (BExMed). Seit 30 Jahren ist er als Allroundalpinist in den Gebirgen der Welt unterwegs. Zu seinen Erfahrungen zählen mehrfache Einsätze als Expeditionsarzt, verschiedene bergmedizinische Studien, zahlreiche Veröffentlichungen, Erste-Hilfe-Kurse sowie alpine Vorträge.

Dieter Buck
Dr. Walter Treibel: Erste Hilfe und Gesundheit am Berg und auf Reisen. 200 Seiten mit 275 Farbfotos, 19 Graphiken und 9 Tabellen/Übersichten. Format 16,2 x 23,0 cm, kartoniert. Rother-Verlag, 2. Auflage 2012. ISBN 978- 3-7633-6027-7. 19,90 € (D), 20,50 € (A), 30,50 SFR.

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