Montag, 30. Januar 2012

Skitourenführer - Skitouren-Wochenenden zwischen Dachstein und Glarner Alpen

Michael Pröttel:
Rother Skitourenführer
Das perfekte Skitouren-Wochenende
20 Touren zwischen Dachstein und Glarner Alpen



Die Rother Skitourenführer bieten von genussvollen Einsteigertouren über Almwiesen bis zu hochalpinen Gletschertouren - Tourenvorschläge für jeden Geschmack und jedes Können. Gefahrenhinweise ergänzen die detaillierten Routenbeschreibungen. Dank dem handlichen Format passen die Rother Skitourenführer in jede Rucksack- oder Hosentasche.

In dem vorliegenden Band wird etwas geboten, auf das man sich immer freut: Ganze Wochenenden auf Skiern, fernab von Alltag und Lärm. 20 abwechslungsreiche Touren zwischen dem Dachstein im Osten und den Glarner Alpen im Westen werden in diesem Skitourenführer vorgestellt. Die Unternehmungen dauern jeweils zwei bis vier Tage. Und anstatt abends auf der Heimfahrt im Stau zu stehen, verbringt man den Abend gemütlich in der Hütte. Am nächsten Morgen steht man gleich nach dem Frühstück wieder auf den Skiern.

Die vorgestellten Routen liegen nördlich und südlich des Alpenhauptkammes, sie berühren alle Hangrichtungen, verlaufen auf weiten Hängen und zwischen steilen Felswänden, sie führen über sanfte Almwiesen, durch arktische Gletscherlandschaften und auf viele berühmte Dreitausender. Das Schwierigkeitsniveau variiert von einfachen Unternehmungen, die sich auch für Anfänger eignen, bis zu anspruchsvollen Traumtouren.

Alle Routen sind ausführlich und präzise beschrieben, Kurzinfos liefern alle wichtigen Angaben auf einen Blick. Kartenausschnitte mit eingetragenen Routenverläufen verschaffen einen guten Überblick über die Tour. Erstklassige Fotos machen Lust, gleich am nächsten Wochenende aufzubrechen – und mindestens zwei Tage im winterlichen Gebirge zu bleiben.

Dieter Buck
Michael Pröttel: Rother Skitourenführer - Das perfekte Skitouren-Wochenende. Touren für 2 bis 4 Tage. 20 Touren zwischen Dachstein und Glarner Alpen. 136 Seiten mit 60 Farbabbildungen, 26 Tourenkärtchen im Maßstab 1:50.000 und 1:75.000, eine Übersichtskarte Format 12,5 x 20 cm, kartoniert. Rother Verlag, Oberhaching. 1. Auflage 2012. ISBN 978-3-7633-3070-6. 19,90 € (D), 20,50 € (A), 27,90 SFr.


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Sonntag, 29. Januar 2012

Buchbesprechung: Kunstreiseführer Bodensee

Eva Moser:
Dumont Kunstreiseführer Bodensee



Der Dreiländersee Bodensee, gerne in Deutschlands Südwesten auch „Schwäbisches Meer“ genannt, ist nicht nur ein hervorragendes Ziel um zu wandern, Wassersport auszuüben, zu relaxen oder Küche und Keller zu genießen - obwohl alles das schon eine Reise wert wäre -, er ist auch ein empfehlenswertes Ziel für Kunstfreunde.

Ob das am Zusammenspiel der Kulturen der verschiedenen Länder liegt. Immerhin leben hier Schweizer, Österreicher - besser gesagt Vorarlberger, und von den Deutschen immerhin Bayern/Allgäuer, Schwaben und Badener. Jeder Stamm hat seine Besonderheiten. Sie wirken in seinem Gebiet, wirken aber auch länderübergreifend. Man denke nur an die vorarlberger Baumeister früherer Jahrhunderte, die in ganz Süddeutschland prächtige bauten hinterließen.

Die im Rheinland geborene Autorin - es sei ihr nachgesehen, lebt sie doch seit über vierzig Jahren „am See“ hat ein beeindruckendes Werk, hinter dem viel Wissen (und Fleiß) steckt vorgelegt.

Der prächtig illustrierte Band beginnt mit einer Einführung in Landschaft, Geschichte, Kultur und einer Beschreibung der bedeutendsten Persönlichkeiten am See. Das ist auch recht so, denn ohne eine ordentliche theoretische Grundlage und ein gewisses Grundverständnis von Land und Leuten lässt sich die Kunstlandschaft nicht so recht erfassen.

Danach folgt die Beschreibung der einzelnen Orte mit ihren Sehenswürdigkeiten. Wie bei den Dumont Kunst-Reiseführern üblich werden sie in Form von Reiserouten und Landschaftszusammenfassungen beschrieben. Es beginnt mit dem westlichen Bodenseeraum und führt über die Nordseite des Sees - Städteperlen sind hier Überlingen, Meersburg, Salem und als oberschwäbischerAbstecher Ravensburg und Weingarten - zum bayerischen Bodensee. Neben dem herrlichen Lindau wird hier ein Abstecher ins Hinterland beschrieben. Das schweizer Ufer besticht mit Städtelandschaften wie Kreuzlingen, St. Gallen und natürlich Stein am Rhein. Glanzstück des österreichischen Teils ist natürlich die Vorarlberger Hauptstadt Bregenz mit seiner reichen, auch modernen, Kultur. Aber auch im Rheindelta und im Rheintal findet man Sehenswertes.

Die Landschaften, alle wichtigen Orte (11 an der Zahl) und Bauwerke werden durch Karten und Grundrisse erschlossen. Rote Sternchen erklären was man gesehen haben „muss“ und was man sich ansehen „sollte“.

Nicht fehlen dürfen natürlich auch empfehlenswerte Unterkünfte, Restaurants mit landestypischer Küche und Tipps zu besonderen Urlaubsaktivitäten - Tipps, um die natürlich auch der Einheimische dankbar sein wird, denn wer weiß schon alles.

Eva Moser: Dumont Kunstreiseführer Bodensee. 320 S. Zahlreiche Fotos, Karten und Grundrisse. Dumont Reiseverlag. ISBN 978-3-7701-3991-0. 25,90 € (D), 26,70 € (A).



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Buchbesprechung: Reiseführer Südtirol

Walter Pippke, Ida Leinberger:
Dumont Kunst-Reiseführer Südtirol




Eines der beliebtesten Ziele der Deutschen ist Südtirol. Wohl zuerst als Wanderziel, im Winter zum Skifahren, dazu als kulinarisches Ziel - aber nicht zuletzt auch als Ziel für Kunstfreunde. Man nenne mir eine Gegend mit einer derartigen Anzahl von sehenswerten Kirchen, die mit mittelalterlichen Fresken und sonstigen Kunstwerken geschmückt sind. Dazu Bildstöcke, Flurkreuze, Kapellen, Museen, nicht zuletzt auch die Volkskunst in Form von prächtigen Bauernhöfen, oft hoch oben in den Bergen. Und fast vergessen: Mittelalterliche Städte, Städtchen und Dörfer mit Arkadengängen und prächtigen Häusern. Und noch etwas: Es gibt wohl keine andere Gegend mit einer derartigen Dichte von Burgen und Burgruinen, Ansitzen und Schlössern!

Ob das wohl von dem Zusammenspiel nord- und südeuropäischen Traditionen kommt? Schließlich stoßen hier der deutschsprachige Norden und der italienischsprachige Süden zusammen. Man merkt es nicht nur beim Essen und Trinken, auch die Kunst lässt solche Rückschlüsse zu.

Das Autorenpaar, bekannt auch von anderen Dumont-Kunstreiseführern hat alles ausführlich beschrieben. Das Ranking der Sehenswürdigkeiten wird durch Sternchen verdeutlicht. Die ersten über fünfzig Seiten sind „Naturraum und Kulturraum“, der besonderen und auch tragischen Geschichte des Landes zwischen zwei Kulturkreisen, berühmten Südtirolern, den acht Naturparks und last, but not least „Küche und Keller“ - in Südtirol ganz wichtig! - gewidmet.

Danach folgt das eigentliche Thema des Buches: den kulturellen Sehenswürdigkeiten. Sie sind nach Reiserouten aufgegliedert und beschrieben. Die Darstellung beginnt mit dem Eisacktal und führt über das Pustertal, Bozen und seine Umgebung, Überetsch und das Unterland, das Burggrafenamt mit Meran und Umgebung bis hin zum Vinschgau. Ausführlicher als hier kann man die kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten der Orte wohl kaum beschreiben! Prächtige Fotos zeigen die schönsten Gebäude und Kunstwerke. Karten der Gegenden und wichtigen Orten sowie Grundrisse der bedeutendsten Gebäude ergänzen die verbale Beschreibung.

Ein Teil mit wichtigen Reiseinformationen - oft unterschlagen, oft aber nötig und dankbar angenommen - beschließt das Buch.

Dieter Buck
Walter Pippke, Ida Leinberger: Dumont Kunst-Reiseführer Südtirol. 352 S., zahlreiche Fotos, Karten und Grundrisse. Dumont Reiseverlag. ISBN 978-3-7701-6087-7. 25,90 € (D), 26,70 € (A).

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Freitag, 27. Januar 2012

KOMPASS Skitouren-Atlas „Dolomiten"

KOMPASS Skitouren-Atlas „Dolomiten“
Die Dolomiten – alpine Traumlandschaft. Seit 2009 sind sie auch offizielles UNESCO-Weltnaturerbe. Sie locken die Besucher nicht nur im Sommer, sondern auch in eine Winterlandschaft, die ihresgleichen sucht.

Und trotz der zahlreichen Besucher aus der ganzen Welt gibt es noch einige gut verborgene Plätzchen, für Genießer, die weniger den Trubel, sondern mehr herrliche Winterlandschaften und Wintereinsamkeit suchen. Sie sind auch im Skitouren-Atlas „Dolomiten“ beschrieben. 

Mit dem handlichen Atlas ist es einfach die richtige Tour abhängig von Kondition und Können zu treffen. 48 Skitouren werden beschrieben; darunter befinden sich sowohl Routen, die oft und gern begangen werden, als auch kleine verborgene Paradiese, wo sich viel Neues entdecken lässt. Neben der kompakten Beschreibung, den Bildern sowie der passenden Kartografie zu jeder Tour, überzeugt der Atlas auch durch wichtige Informationen rund um das Thema Skitouren.

Perfekt vorbereitet in die Winterwelt der Dolomiten
Die richtige Skitouren-Vorbereitung beginnt mit einer Einführung in die Lawinenkunde: Wie entstehen Lawinen, wie lassen sich Gefahren frühzeitig erkennen und abschätzen? Und genauso beginnt auch der Skitouren-Atlas. Als Einführung und Auffrischung werden wichtige Informationen rund um das Thema Lawinen sowie Verhaltensregeln kompakt beschrieben. Mit diesem Hintergrundwissen lässt es sich gut vorbereitet starten. Die Auswahl erstreckt sich vom Cadore bis zur Brenta, wobei das Augenmerk auf eine umfassende Vorstellung des Gebietes gelegt wird. Jede Tourenbeschreibung beinhaltet neben Informationen zu Aufstieg und Abfahrt auch Empfehlungen zu Jahreszeit und Ausrüstung.


Als Beispiel: eine erstklassige Frühjahrstour - Cresta Bianca, 2932 m (Nr. 9)
Eine wunderbare Tour von März bis Mai, bei der man auf Skiern die Felsenwelt der Dolomiten bis auf fast 3000 Metern erkunden kann. Durch die nördliche Ausrichtung sind bis ins Frühjahr hinein optimale Schneeverhältnisse gewährleistet. Sowohl der Ausblick als auch die Gegend sind außergewöhnlich schön und bieten einen idealen Geländeverlauf, der sich perfekt für eine fantastische Abfahrt auf Skiern eignet. Bei Harsch und Eis sind manchmal Steigeisen nötig. Höhenunterschiede und Wegverlauf erfordern entsprechende Kondition.

Dieter Buck
KOMPASS Skitouren-Atlas „Dolomiten“. Wander-Atlas in Klebebindung. Format: 13 x 22 cm Hochformat, 134 Seiten. 48 Touren mit Tourenkärtchen und praktischem Reise-Atlas. KOMPASS-Verlag, 2012. ISBN: 978-3-85026-423-5. 14,95 €.


Donnerstag, 26. Januar 2012

Buchbesprechung: Reiseführer Gran Canaria

Marco Polo Reiseführer Gran Canaria



Bergerlebnisse kann man ja nicht nur in den Alpen haben - auch auf Gran Canaria kann man wunderbar bergwandern. Deshalb sei hier ein praktischer Reiseführer über diese Insel vorgestellt.
Ankommen und losleben, unter diesem Motto fasst Marco Polo die neuen Akzente seiner Reiseführerreihe zusammen. Neue Features, zig Vorschläge für jede Gelegenheit plus die Insider-Tipps der Autoren machen diese Reiseführer zu einem Must Have. Ganz neu: eine zusätzliche extra Reisekarte in der praktischen Einschiebetasche.
In der Rubrik „Wohin zuerst?“ liest man, wo man am Urlaubsort zuerst hinsollte, das Kapitel „Best of ...“ bietet ein Topranking für jedes Interesse und jede Stimmung, bei dem die Autoren ausgewählte Empfehlungen geben. Neu an der altbewährten Reihe sind die Rubriken „Der perfekte Tag“ und „Die perfekte Route“, damit lässt sich innerhalb von 24 Stunden eine Stadt wie Berlin hautnah erfühlen oder mit einer ausgefeilten Route auf Mallorca Erlebnis und spannende Aktivitäten verbinden. Ebenfalls neu: Unter Links, Blogs, Apps & More gibt es die angesagte Verzahnung von Print und Internet. Das Spektrum reicht von tagesaktuellen Veranstaltungsseiten über Webcams bis zu bewerteten Hoteltipps. In Blogs und Foren werden Erfahrungen wiedergegeben und Themen diskutiert, wertvolle Apps helfen vor Ort weiter. Wichtig ist auch: Wie komme ich am schnellsten in die Altstadt, wo parke ich mein Mietauto, wie sieht es mit Bussen und Taxis aus?
Neu: Faltkarte in der Einschiebetasche
Laut Umfragen wollen 50 Prozent der Marco Polo Leser eine Karte direkt im Band, 50 Prozent hätten lieber eine extra Karte. Marco Polo hat die Ideallösung verwirklicht: ein eingebundener Reise- bzw. Cityatlas und zusätzlich eine Extra-Faltkarte zum Herausnehmen in der praktischen Einschiebetasche. Die Karten sind in detaillierten Maßstäben gezeichnet, teilweise sind sogar Wanderkarten enthalten. Denn nur mit perfekt abgestimmtem Kartenmaterial kann man sich jederzeit schnell orientieren. Zu den im Buch genannten Locations sind jeweils zwei Koordinaten vermerkt, um sie im Atlasteil wie auch auf der Faltkarte schnell und punktgenau zu finden. Die wichtigsten Highlights sind auf der Faltkarte, im Atlas sowie auf der Übersichtskarte markiert. Zudem sind in den Städtebänden die Stadtspaziergänge in beiden Karten eingezeichnet. Für die Regionen- und Länderbände gilt: Ausflüge und Touren sowie Die perfekte Route sind im Reiseatlas als auch im Faltplan zu finden.
Neue Insidertipps und mehr Hintergrundinfos
Mit dem Fahrrad auf Fuerteventura über Stock und Stein fahren, in Berlin eine finster-spannende Cabriowaggon-Tour durch die U-Bahn-Tunnel erleben oder bei Drinks und Kuchen in einem Zitronenhain auf Korfu entspannen: Was die Autoren an neuen Insider-Tipps recherchiert haben, macht Lust auf sofortiges Losreisen. Mit jedem Tipp ist der Urlauber mittendrin im Geschehen und erlebt Außergewöhnliches abseits des Mainstreams. Zu wichtigen Highlights gibt es jetzt noch mehr Informationen und detailreiche Hintergründe.
Nun aber zu Gran Canaria
Die hübschesten Städtchen, der perfekte Ort für ein Romantik-Dinner oder ein fantastischer Sandstrand - diese und weitere Highlights gleich auf den ersten Seiten des Reiseführers Gran Canaria zeigen, wo es besonders schön ist auf der Insel. Das Kapitel „Best of...“ ist angesagt wenn es darum geht, experimentelle Kunst zum Nulltarif zu erleben oder im romantischen Landhotel unterm Zitronenbaum die Seele baumeln zu lassen. Im Kapitel „Die perfekte Route“ reiht sich bei einer Inseltour ein Natur- und Kulturhighlight aneinander - damit lernt der Besucher die vielfältigen Facetten des jeweiligen Reiseziels kennen.

In „Best of...“ lernt man, dass ein beeindruckender Ort zum Nulltarif etwa die Kathedrale von Las Palmas während einer Messe ist oder dass das Lokal "Casa dei Mar" in Puerto de las Nieves typische Fischgerichte serviert. Und sollte es einmal regnen, kann man auf einer Museumswebsite zu den Geheimnissen des Alltags reisen oder einfach mit der "Yellow Submarine" abtauchen und Trompetenfische beobachten! Unter dem Titel „Best of Entspannt“ findet man schnell hinein ins Urlaubsfeeling: Zum Beispiel am weißen Amadores-Strand im Beachclub mit Cocktail und weichen Polsterkissen die Abendstunden verbringen.
Für „Die perfekte Route“ hat die Marco Polo-Autorin eine tolle Fahrstrecke mit landschaftlichen und kulturellen Highlights zusammengestellt. Einmal rund um die Insel geht es - vorbei an Getreidehöhlen, mit einem Stopp zum Blütenkäse-Probieren und Entspannung bei einem Spaziergang an der Meerespromenade. Eine Übersichtskarte gibt erste schnelle Orientierung, der Routenverlauf ist im Atlasteil und auf der Faltkarte zu finden.
 Eine intensive Nutzung der Urlaubstage bringen auch über Apps ausgewählte Ausflüge, Urlauber-News in verschiedenen Blogs und viele Webcams. Alle Hinweise zu digitalen Infos gibt es in der Rubrik „Links, Blogs, Apps & More“.
 Wichtig sind sicher die Insider-Tipps: Weine in Bioqualität vom letzten Rebhang Gran Canarias, zwischen Himmel und Hölle nach Artenara fahren und die Zivilisation hinter sich lassen oder "Schlafen wie die Grafen" im stimmungsvollen Landhotel.
 Marco Polo Gran Canaria. Autorin: Izabella Gawin. Druck durchgehend vierfarbig. 140 Seiten inklusive Citypläne in der Umschlagklappe, Reiseatlas und herausnehmbarer Faltkarte in der Einschiebetasche. Format: 10,5 x 19 cm. ISBN: 978-3-8297-2467-8. 11,99 € (D), 12,40 (A) €, 17,90 sfr.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Buchbesprechung Münchner Skitourenberge

Markus Stadler:
Münchner Skitourenberge
92 traumhafte Skitourenziele


Die Zahl der Skitourenbegeisterten nimmt von Jahr zu Jahr zu - immer mehr Menschen entdecken die Faszination des winterlichen Bergsteigens mit Ski. Aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfend hat Autor Markus Stadler aus der gewaltigen Tourenauswahl südlich von München die empfehlenswertesten Skitouren zusammengestellt und präsentiert damit 92 ausgearbeitete Touren, von denen jede für sich ein tolles Wintererlebnis verspricht.






Die vorgestellten Touren richten sich an alle Könnensstufen - Einsteiger werden genauso fündig wie erfahrene, konditionsstarke Tourengeher. Dem Einsteiger bieten sich neben vielen Genusstouren jede Menge Visionen für die Zukunft. Der Experte hingegen findet sichere Touren in den Vorbergen für Zeiten mit Neuschnee und Lawinengefahr genauso wie rassige Skitouren an den Paradebergen für die Tage des Winters mit perfekten Bedingungen.

Die Tourenauswahl verteilt sich auf die Gebirgsgruppen zwischen Allgäu und Berchtesgaden beziehungsweise zwischen Silvretta und Hohen Tauern. So kommen neben dem Tourengeher aus dem Großraum München auch Wintersportler aus Innsbruck, Rosenheim oder Salzburg auf ihre Kosten. Kompakte Kurzinfos, Hinweise zu Exposition und Lawinengefährdung, exakte Routenbeschreibungen, aussagekräftige Übersichtsfotos mit Routeneintrag und Tourenkarten mit eingetragenem Routenverlauf erlauben eine effektive Planung und Durchführung der Skitouren. Die praktischen Umschlagklappen mit allen Touren im Überblick machen dieses Buch äußerst benutzerfreundlich. Dank seiner lebendigen Einführungstexte und reichen Illustration ist das Buch aber auch ein echter Lustmacher auf die schönsten Skitouren im Einzugsbereich der Bergsteigermetropole München. 

Dieter Buck
Rother Selection. Markus Stadler. Münchner Skitourenberge. 92 traumhafte Skitourenziele. 1. Auflage 2012. 304 Seiten mit 282 Farbfotos, Übersichtsbildern mit Routeneintrag, 92 Tourenkarten im Maßstab 1:50.000 und 1:75.000 sowie einer Übersichtskarte im Maßstab 1: 1.000.000. Format 16,3 x 23 cm, englische Broschur mit Umschlagklappe. Bergverlag Rother, Oberhaching. ISBN 978-3-7633-3065-2. 24,90 € (D), 25,60 € (A), 34,90 SFr (UVP).
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Dienstag, 10. Januar 2012

Die Felbertauernstraße
Durch 26 Galerien zur Urlaubs-Sonne

Viele, wenn nicht die meisten kennen sie: die Felbertauernstraße, die von dem Alpen-Städtchen Mittersill im Salzburger Land aus durch den Alpenhauptkamm mit den Hohen Tauern nach Süden führt und den Autofahrer ins sehenswerte Lienz in Osttirol bringt. Dort bleibt man dann, schließlich ist es hier schön und winters wie sommers gibt es genügend Möglichkeiten, herrliche, ausgefüllte Urlaubstage zu verbringen.



Ansonsten fährt man weiter, nach Kärnten oder Italien. Südtirol ist ja schließlich nicht mehr weit.



Natürlichste Überquerungsmöglichkeit
Sie gilt als natürlichste Überquerungsmöglichkeit des Alpenhauptkammes und führt durch den Nationalpark Hohe Tauern mit über 1.800 km² Fläche - übrigens der größte seiner Art in Mitteleuropa.




Landschaft, Galerien und Tunnel

Die 36 Kilometer lange Straße mit 26 Galerien und viel natürlichem Licht liegt zwischen 980 und 1630 Meter Seehöhe, nur die Scheitelstrecke ist untertunnelt. Bei ihren sieben Metern Breite beträgt die maximale Steigung 9 % und mehr als die Hälfte ist dreispurig ausgebaut. Bei rund 3000 Fahrzeugen pro Tag im Durchschnitt bringt das eine entspannte, staufreie Anreise vor allem nach Osttirol und Kärnten.


Der Weg ist das Ziel: Ein Ausflug zur Felbertauernstraße

Die kürzeste Überquerung des Alpenhauptkammes ist zugleich auch der schnellste Weg zu attraktiven Ausflugszielen im Nationalpark Hohe Tauern - denn der beginnt direkt am Wegesrand. Die Heimat von 10000 Tier- sowie von 1500 Pflanzenarten erschließt sich dem Besucher innerhalb von nur zehn Minuten zu Fuß oder mit dem Auto von einem der zahlreichen Parkplätze bzw. Ausfahrten entfernt. Z.B. findet man am nördlichen Ende im Salzburger Land den Hintersee mit seinem Nationalpark-Lehrpfad als bequeme Wanderung für die ganze Familie. In Osttirol bietet sich eine Fahrt mit der Pferdekutsche ab dem Matreier Tauernhaus zum historischen Almdorf Außergschlöß mit Einblicken in die hochalpine Wohnkultur mehrerer Jahrhunderte an. Nur ein paar hundert Meter von der Felbertauernstraße entfernt kann man im glasklaren Elisabethsee ein erfrischendes Bad nehmen. Alternativ sorgt dort kalte Luft aus einer Felswand mit ihrem unterirdischen Höhlensystem für Abkühlung. Ein paar Kilometer weiter in der Osttiroler Hauptstadt Lienz - mit 1952 Sonnenstunden pro Jahr die Nr. 1 in Österreich - wird es garantiert wärmer ...





Hintersee
Der 1313 Meter hoch gelegene, 550 Meter lange und bis zu zehn Meter tiefe Hintersee ist der größte der Mittersiller Seen. Der idyllische Bergsee wurde durch einen Bergsturz vom „Großen Herd“ an der linken Talseite im Jahr 1495 aufgestaut und liegt in grandioser Umgebung im Trogschluss des Felbertales. Er wurde 1933 als eines der ersten Salzburger Naturdenkmäler unter Schutz gestellt. Das Wasser ist kalkarm und so klar, dass man bis zum zehn Meter tiefen Grund sehen kann, es erwärmt sich auch im Sommer nur auf höchstens 5° C. An seinem Südufer hat sich eine schöne Verlandungszone gebildet, in der Pflanzen wie Sumpf-Kratzdistel, Bitteres Schaumkraut, Sumpf- und Waldschachtelhalm, Sumpfvergissmeinnicht, Sumpfdotterblume, Brennender Hahnenfuß, Bachbunge und Schmalblättriges Wollgras wachsen. Der Tannenwedel, der im Flachbereich wächst, besitzt hier einen der wenigen Standorte in den Hohen Tauern. Außerdem leben hier zahlreiche Amphibien und Libellen wie die Torf-Mosaikjungfer oder die Alpen-Smaragdlibelle, die man beobachten kann. An Fischen leben hier Bachforellen, Äschen und Seesaiblinge, unter dem Mikroskop kann man u. a. Grün- und Kieselalgen, Rädertierchen und Ruderflusskrebse erkennen. An der Nordseite des Sees führt ein Naturlehrweg mit zahlreichen Pultschautafeln entlang, der in rund einer dreiviertel Stunde zu begehen ist. Bis 1986 wurde in der Nähe des Sees in der weltweit größten Einzellagerstätte von Wolfram Bergbau betrieben.
Hinter dem See sieht man den Schleierfall, der rund achtzig Meter tief fällt und der seine besondere Pracht während der Schneeschmelze und nach Regenfällen entwickelt. Er fällt zuerst über eine Steilwand des Geißsteins in eine tiefe Felsrinne, danach stürzt er über ein schrofiges Steilgelände. Vom See aus ist er in etwa einer halben Stunde zu erreichen.


Kurz und preiswert


Die Felbertauernstraße ist auch die kürzeste und preiswerteste Verbindung zwischen München und der Adria. Von der Autobahnausfahrt Kufstein Süd ist sie ohne Vignette erreichbar und die Maut kostet nur € 10. Dieser Tarif gilt auch für Gespann- und Wohnmobile (nochmal vergünstigte Tickets beim ADAC).


Info:

Felbertauernstraße AG, Albin Egger-Straße 17, A 9900 Lienz. Tel. 0043 (0) 4852 63330, www.felbertauernstrasse.at



Der Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit mehr als 1800 Quadratkilometer der größte Nationalpark der Alpen; er umfasst weite Teile des zentralen Hauptkamms der österreichischen Alpen. Er wurde 1981 eingerichtet und ist damit Österreichs erster Nationalpark. Zusammen mit den angrenzenden Naturparks Rieserferner-Ahrn und Zillertaler Alpen bildet der Nationalpark Hohe Tauern sogar das weitreichendste Schutzgebiet Europas und erstreckt sich über die drei Bundesländer Salzburg, Osttirol und Kärnten.

Erhabene Dreitausender wie der Großglockner, mit 3798 Meter der höchste Berg Österreichs, die Dreiherrnspitze, der Große Geiger oder der Großvenediger türmen hier zu weithin sichtbaren Monumenten auf. Es gibt 266 Dreitausender, über 342 Gletscher, rund 150 Bergseen und einen der mächtigsten Wasserfälle der Welt – der Krimmler Wasserfall ist mit einer Gesamtfallhöhe von 380 Metern der höchste Europas und weltweit der fünftgrößte. Außer den höchsten Gipfeln findet man hier die größten Gletscherflächen der Ostalpen und Wasserfälle, die zu den höchsten der Welt zählen. Nach den Ötztaler Alpen gibt es hier die ausgedehntesten Gletscher der östlichen Alpen – 101 Gletscher mit einer Fläche von neunzig Quadratkilometern bedecken die Gipfel der Gruppe. Als Arche Noah für Tiere und Pflanzen ist der Nationalpark Refugium für seltene Pflanzen und gefährdete Tiere wie Bartgeier oder Alpensteinbock. Ein Drittel aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten und an die 10 000 Tierarten sind hier zu finden.

Etwas Besonderes in Sachen Geologie ist das so genannte Tauernfenster: So wird es bezeichnet, weil die höchsten Berge aus Gesteinsschichten gebildet werden, die sonst in den Alpen in tieferen Schichten liegen. Im Zentrum dieses geologischen Fensters befinden sich außerdem vier massive Gneiskerne, die aus flüssigem Magma entstanden und Gipfel wie den Großvenediger und den Hohen Sonnblick bilden.

Man kann die Hohen Tauern auch als eine der Wiegen des Alpinismus bezeichnen, denn der 3251 Meter hohe Ankogel wurde bereits 1761 als erster vergletscherter Alpengipfel bestiegen.

Das sehenswerte Nationalparkzentrum Hohe Tauern in Mittersill ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier in den „Nationalparkwelten“ bekommt man die alpine Erlebniswelt der 266 Dreitausender, der über 342 Gletscher und der mächtigsten Wasserfälle der Welt konzentriert dargeboten. Es werden Tiere, Pflanzen und Gesteine präsentiert; es gibt acht Erlebnisstationen mit einem (für Kinder) begehbaren Murmeltierbau, einer Gletscherhöhle mit echtem (Riesen-)Eiszapfen und dem Pasterzen-Zeitrad, einer 25fach vergrößerten Unterwasserwelt, einer 3D-Computer-Animation über die Entstehung der Alpen und des Tauernfensters, einem 270-Grad-Lawinen-Wasserfall-Dom, einer Darstellung der Gebirgsbildung im Zeitraffer, einer Sagenhöhle, das Venedigermandl, adlergleiche Videoflüge über die Tauerntäler, Modelle der Gipfel von Großglockner und Großvenediger und vieles mehr.

Auskunft:
Nationalparkwelten, 5730 Mittersill, Telefon 06562 40939, www.nationalparkzentrum.at, info@nationalparkzentrum.at.
Öffnungszeiten: täglich 9–18 Uhr.


Das Weiße Rössl am Wolfgangsee

Das Weiße Rössl

Das Weiße Rössl am Wolfgangsee - seit einem Jahrhundert ist es nun im Familienbesitz: ein echtes Familienstück! Eigentlich reicht die Geschichte der Familie Peter ganze drei Jahrhunderte zurück, denn schon 1711 kaufte der Bierbrauer Andreas Peter aus Niederbayern die „Lehrerische Behausung“ in St. Wolfgang und baute sie zum „Peter Bräuhaus“ um.


Blick vom Balkon

St. Wolfgang war ja in früheren Jahrhunderten einer der beliebtesten Wallfahrtsorte Europas! Und die bis zu 70 000 Pilger jährlich hatten natürlich einen Riesendurst ... So stand dem Erfolg des Gasthauses nichts im Wege. Der erste echte Hotelier in der Familie war dann Paul Peter, der ab 1912 im Weißen Rössl wirkte und nebenbei Bürgermeister war. Er nutzte genauso wie seine Vorgänger die Sommeraufenthalte des Wiener Kaiserhofs im benachbarten Bad Ischl und stieg rasch zum führenden Gastgeber im Salzkammergut auf.


Im Kaiserbad

Unter dem Motto „Eine Legende definiert sich neu“ begann 1963 der Ausbau, ab 1982 wurde das Hotel dann als Ganzjahresbetrieb geführt. 2008 folgte der Zukauf des benachbarten Hotels Post. Heutzutage sind es neun miteinander verbundene Häuser, die auch Besonderheiten wie den Felsenkeller oder das Spa im See mit schwimmendem Seebad & Whirlpool bieten. So spiegelt das unterhalb der altehrwürdigen Wallfahrtskirche gelegene „Weiße Rössl am Wolfgangsee“ die hohe Kultur österreichischer Gastlichkeit wider. Und 2012 gibt es 100 Jahre Frauen-Power! Ab Januar werden Jubiläumspakete angeboten, die den fünf Rössl-Wirtinnen zwischen 1912 und 2012 Hermine, Gretl, Margarethe, Gundi und Gudrun nachempfunden sind.


Winterlicher Blick auf St. Wolfgang

Info:

Romantikhotel im Weissen Rössl, A 5360 St. Wolfgang am See, Österreich. Telefon 0043 (0) 6138 23060, Fax -230641. www.weissesroessl.at, office@weissesroessl.at.


Zur Operette "Im Weißen Rössl"
„Aber manchmal werden die Sachen, von denen man nichts hält, die besten Erfolge" – so äußerte sich einmal Ralph Benatzky über sein „Kind“, die Operette „Im Weißen Rössl“. Ihre Erfolge kann man, nachdem sie 1930 in Berlin uraufgeführt wurde, nur grandios nennen: 400 ausverkaufte Vorstellungen dort, 650 in London, über 200 in New York und eine vierjährige Aufführungszeit in Paris. Über tausend Mal wurde sie inszeniert! Acht Melodien des in 17 Sprachen übersetzten Stückes wurden zu berühmten und beliebten Schlagern. Entstanden ist es aus einem Lustspiel der Herren Kadelburg und Blumenthal, das das Gasthaus bereits Ende des 19. Jahrhunderts weit über die Grenzen der Monarchie bekannt machte. Allerdings – die Liebesgeschichte des Kellners Leopold mit seiner Wirtin spielte sich eigentlich ganz woanders ab: in Lauffen hinter Bad Ischl. Ralph Benatzky arbeitete das Stück zusammen mit Robert Stolz zu der bekannten Operette um. Die Texte stammen von Robert Gilbert. Was ist das Besondere an dem Stück? Vielleicht, dass es in einer Urlaubsumgebung spielt? Vielleicht, dass Kaiser Franz Joseph persönlich Patron für das Happy-End von drei glücklichen Paaren wurde? Vielleicht beides zusammen?

Ralph Benatzky wurde am 5. Juni 1884 in Mährisch-Budwitz geboren. Schon früh zeigte sich sein großes Interesse an Musik – und bereits in jungen Jahren war einer seiner Lehrer Anton Dvorak! Vorerst stand aber etwas anderes auf seinem Lebensplan: Mit fünfzehn trat er in die k. u .k. Kadettenanstalt in Wien ein, 1904 kam er als Leutnant zu einem Infanterieregiment. Als er aber bei einem Duell schwer verletzt wurde, fand seine Laufbahn als Militärkapellmeister ein jähes Ende; er musste den Dienst quittieren. Später wurde er als Komponist von Chansons, auch solchen der pikanten Art, bekannt, und arbeitete in verschiedenen europäischen Metropolen. 1936 musste er nach Amerika emigrieren. Über 2000 Musikstücke entstammen seiner Feder. Für Zarah Leander verfasste er die Lieder „Yes Sir“, „Tiefe Sehnsucht“ und „Ich steh' im Regen“. Mit zahlreichen prominenten Musikern arbeitete er zusammen, so mit Erik Charell, Fritz Grünbaum oder Richard Tauber. 1950 erklärten die St. Wolfganger den Mann, der ihren Ort in der ganzen Welt berühmt gemacht hatte, zum Ehrenbürger. Hier wurde er nach seinem Tod 1957 auch bestattet.


St. Wolfgang
„St. Wolfgang ist nicht nur der bedeutendste, sondern auch der merkwürdigste Ort am St. Wolfgangsee. Seine pittoreske Lage, die alterthümliche Bauweise seiner Häuser und die hochinteressante Kirche machen ihn höchst sehenswerth. Ausserdem ist der Markt St. Wolfgang in neuerer Zeit eine Sommerfrische ersten Ranges geworden.“
Josef Rabl, 1883

Benannt ist der Ort nach dem Heiligen Wolfgang, Benediktinermönch, Ungarnmissionar, Erzieher Kaiser Heinrichs II. und Bischof von Regensburg. Dieser kam nach Streitigkeiten mit dem bairischen Herzog Heinrich dem Zänker – er wollte nicht in dessen Zwist mit Kaiser Otto II. involviert werden – erst in das Kloster Mondsee, dann hierher. Er soll sich der Legende nach 982 an die steile, fast an den See heranreichende Felswand des nahen Falkensteins eigenhändig eine Klause oder Kirche erbaut haben. In einer seiner Zwiesprachen mit Gott soll ihn dieser aufgefordert haben, eine Kapelle zu bauen. Wolfgang warf, da er sich über den Platz im Unklaren war, vom Falkenstein ein Beil hinunter. An dem Platz, an dem das Beil am Seeufer aufschlug, errichtete er dann die Kirche. Im moorigen Grund davor ließ er die als Augenbrünndl bekannte Quelle entspringen. Wolfgang kehrte später nach Regensburg zurück, unterhielt aber weiter gute Beziehungen hierher. Er wurde 1052 von Papst Leo IX. heilig gesprochen. Im Mittelalter war hier neben Rom, Aachen und Einsiedeln der viertgrößte Wallfahrtsort! Im 16. Jahrhundert sollen 60 000 Pilger jährlich gekommen sein. Während der Reformationszeit schlief die Wallfahrt – sehr zum Bedauern der sich um ihr Geschäft betrogen fühlenden St. Wolfganger – fast ein, lebte aber im 17. Jahrhundert, dank der tatkräftigen Unterstützung des Klosters Mondsee, wieder auf. Ein weiterer Rückgang kam Ende des 18. Jahrhunderts in der Zeit der Aufklärung, als vom reformfreudigen Kaiser Josef II. das Kloster Mondsee aufgehoben wurde. Erst als die Reiseschriftsteller der Biedermeierzeit die Schönheit der Gegend entdeckten und priesen, ging es wieder aufwärts. Die Salzkammergut-Lokalbahn von Salzburg nach Bad Ischl brachte Gäste, und ab 1893 konnte man im Eisenbahnwagen auf den Schafberg fahren. Das Marktrecht wurde der Gemeinde 1430 durch Kaiser Sigismund verliehen.
Trotz der Touristenströme ist der Ort immer noch recht reizvoll und weist ein pittoreskes Ortsbild auf. Die sehenswerten Bürgerhäuser stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, sind aber im Kern gotisch. Besonders schön sind der Pfarrhof (1695–1697), das Haus Nr. 2 (1523) oder das bemalte Lebzelterhaus; auch das Wallnerhaus (Nr. 29) besitzt eine bemalte Fassade (1660). Seit dem 15. Jahrhundert betreibt die Familie Wallner das Gewerbe der Lebzelter und Wachssieder. In diesem Haus hat Michael Pacher sein Meisterwerk fertig gestellt. Auch ein kurzer Spaziergang durch den Steinigen Weg vermittelt noch einen guten Eindruck vom ehemaligen St. Wolfgang. Die um den Ort verdienten Komponisten Ralph Benatzky und Robert Stolz sind mit einem Denkmal geehrt.

Die früher beliebte Wallfahrtskirche weist noch Stilelemente aus dem 14. Jahrhundert (Turm, Portale) auf, zum großen Teil stammt sie aber aus dem 15., 17. und 18. Jahrhundert  (Wolfgangkapelle, Turmhaube). Man sieht gotische Gewölbe und frühbarocke Fresken an den Chorwänden (1636), außerdem die bekannte, wertvolle Ausstattung: Der von Michael Pacher aus Tirol gestaltete Flügelaltar ist wohl das bedeutendste Werk dieses Künstlers (1471–1481), auch die Tafelbilder von Friedrich Pacher sind sehenswert. Der barocke Doppelaltar ist ein Hauptwerk von Thomas Schwanthaler (1676). In ihm befindet sich als Gnadenbild eine Sitzfigur des Hl. Wolfgang (um 1450). Weiter gibt es vier Altäre von Meinrad Guggenbichler (1706), einen Ecce Homo im Nordschiff und den Altar in der Wolfgangkapelle. Der Doppelaltar ist umgeben von einem schönen manieristischen Gitter (1599). Die große Orgelempore aus Holz (1629) stammt aus derselben Zeit wie die Orgel. Die barocke Wolfgangkapelle (1713) umschließt angeblich die ehemalige Zelle des Heiligen und den so genannten Bußfelsen. Einen kurzen Blick sollte man auch in das Turmmuseum werfen. Außen steht der reich geschmückte spätgotische Pilgerbrunnen (1515) aus Bronze mit barockem Brunnenhäuschen, errichtet von Abt Wolfgang Haberl. Vom Arkadengang hinter der Kirche hat man einen schönen Blick über den See. Auskunft: Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft, 5360 St. Wolfgang, Au 140, Telefon (0 61 38)80 03, www.wolfgangsee.at, info@wolfgangsee.at.