Freitag, 28. September 2012

Skigebietserschließung in Tirol - Piz Val Gronda


Skigebietserschließung

 
Tirol genehmigt Erschließung des
 
Piz Val Gronda
 
 

Der bislang unerschlossene 2812 Meter hohe Piz Val Gronda bei Ischgl (Tirol) darf laut einer Entscheidung des Landes Tirol mit einer Seilbahn und einer neuen Pistentrasse erschlossen werden. Damit wird der Berg und die ihn umgebende einmalige Hochgebirgslandschaft für minimale zusätzliche Pistenfläche geopfert.

Mehrere Jahrzehnte lang hatten die Alpenvereine in Deutschland und Österreich gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden gegen die Planungen der Silvretta Bergbahnen gekämpft. Die jetzt genehmigte Erschließung hat die Zerstörung eines sensiblen Lebensraumes seltener und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten und den Verlust eines hochalpinen Erlebnisraumes für Wanderer und Skitourengeher zur Folge.

„Für den Deutschen Alpenverein ist es unverständlich, dass dieses Projekt realisiert werden kann. Durch die Erschließung des Piz Val Gronda verliert die Natur hier eine Geländekammer, die bislang dem sanften Tourismus vorbehalten war“, erklärt Hanspeter Mair, Geschäftsbereichsleiter Hütten, Naturschutz, Raumordnung beim DAV. Statt einer touristischen Entwicklung nach dem Prinzip „nachhaltig und mit Augenmaß“ setze das Land Tirol auf das Motto „höher, schneller, weiter“ und ermögliche damit weitere Erschließungen von einzigartigen Naturlandschaften. „Damit hat die Natur einmal mehr das Nachsehen vor dem Expansionsdrang der Skigebiete“, sagt Hanspeter Mair. „Wer vor den Naturschutzargumenten am Piz Val Gronda die Augen verschließt, der wird vermutlich auch bei weiteren Erschließungsplanungen in Tiroler Skigebieten in dieser Hinsicht blind bleiben.“

Umfeld der Heidelberger Hütte massiv betroffen

Doch nicht nur für die Natur und die Landschaft bedeutet die Erschließung des Piz Val Gronda eine unumkehrbare Veränderung. Für jene Touristen, die zu allen Jahreszeiten in der Nähe eines hoch erschlossenen Gebietes Ruhe und Erholung suchen, geht ein wichtiger Rückzugsraum verloren. Damit sind auch Skitourengeher betroffen. Vom Ausgangspunkt der Heidelberger Hütte werden sie in Zukunft am Piz Val Gronda kein hochalpines Erlebnis mehr finden, sondern einen erschlossenen Teil der „Silvretta-Arena“.

Das Projekt und die Folgen

Die Seilbahn soll über zwei Stützen von etwa 2300 auf 2812 Meter Höhe führen; laut Planung werden die Skifahrer in zwei Kabinen mit einem Fassungsvermögen von 150 Menschen zur Bergstation befördert. Eine etwa einen Kilometer lange Skiabfahrt soll den Gipfel mit dem bestehenden Skigebiet von Ischgl verbinden, das bereits jetzt mit 238 Kilometern Piste wirbt. Ergänzend dazu sind temporäre Lawinenverbauungen vorgesehen. Dass die Pläne gegenüber früheren Varianten verändert wurden und das Projekt nach Ansicht des Landes Tirol „wesentlich umweltschonender“ umgesetzt wird, ändert nichts an der strikten Ablehnung durch den DAV. Hanspeter Mair: „Der Bau von Seilbahn und Pistentrasse zerstört eine einzigartige Naturlandschaft für immer. Und das wird auch von mehreren Gutachten belegt.“ Denn auch aus geologischer Sicht ist der Piz Val Gronda ein echtes Kleinod. Das haben zahlreiche Untersuchungen ergeben. Darin wird auch deutlich, dass insbesondere der Gipfelbereich aus lockeren Gesteinen zusammengesetzt ist. Inwieweit große Erdbewegungen, wie sie für den Bau einer Bergstation nötig sind, mit dieser Tatsache vereinbar sind, ist aus Sicht des DAV noch nicht ausreichend untersucht.

Abschließend erklärt Hanspeter Mair: „Wir sind der Meinung, dass sich das Land Tirol mit dieser Entscheidung keinen Gefallen getan hat und wir sind der Überzeugung, dass die Alpenvereinsmitglieder bei der Wahl ihrer Urlaubsdestinationen besonderen Wert auf Naturschutz und sanften Tourismus legen.“

Eingestellt von Dieter Buck

 

 

Tirol: Wandern in der Farbenpracht des Herbstes


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Dieter Buck + Marlies Buck

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Auch in Tirol:

 
Die Farbe des Herbstes ist golden

 

Tolle Anblicke und noch tollere Aussichten: Der Herbst bringt jede Menge Farbe in die Bergwälder, während die klare Luft für besonders beeindruckende Fernsicht sorgt.

Es ist eine einzigartige Stimmung, die sich im Herbst über das Herz der Alpen legt. Aus sattem Grün wird mildes Gelb, sanftes Braun, aber auch feuriges Rot und Orange. Dazwischen ragen – stechend scharf in der trockenen Luft – weiße Steine und graue Felswände hervor. Die Glocken der Almtiere verklingen, der Takt der Natur schlägt nun langsamer. Und über all dem spannt sich ein blauer Himmel, der Mantel einer Welt, die von den Gipfeln aus nun noch weiter scheint als sonst.

Tirol: Das sagt der Wettermann

„Der Tiroler Herbst ist oft von stabilen Hochdruckwetterlagen gekennzeichnet“, beschreibt Josef Lang vom Innsbrucker Büro der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik nüchtern. „Das heißt, Sonnenschein von früh bis spät, und deutlich geringere Niederschlagsmengen als in den Monaten zuvor.“ Am Morgen ist es recht frisch, tagsüber klettern die Temperaturen aber noch oft ordentlich rauf in die 20er. Gleichzeitig ist die Gewittergefahr geringer, da die Sonne nicht mehr die enorme Kraft des Sommers hat. Über dem Inntal und dem Lienzer Becken in Osttirol können sich zwar Hochnebelfelder bilden, als motivierter Wanderer und auch den Bergbahnen sei Dank „findet man auch dann rasch einen Weg in den Sonnenschein“.




Tirol: Fantastisch farbenfroh – das Mieminger Sonnenplateau

Mehr als 100 Kilometer Wege schlängeln sich hier durch Wälder, Felder und Wiesen. Immer im Blick hat man dabei die Lärchen – Europas Baum des Jahres 2012. Das einzige Nadelgehölz, das im Herbst seine Nadeln abwirft, verwandelt ganze Berghänge in einen golden leuchtenden Vorboten des Winters. Apropos Berg: Gipfelhungrige brechen vom Mieminger Plateau aus zur Wankspitze und zum Zwischensimmering, auch die Alplhütte oder das Straßberghaus sind lohnende Ziele.

Tirol: Prächtig bunt - das Pitztal

Von der gemütlichen Halbtageswanderung zum Aufwärmen bis zur anspruchsvollen Bergtour – an Auswahlmöglichkeiten herrscht zwischen Arzl und St. Leonhard kein Mangel. Bestens beschildert führt das 380 Kilometer umfassende Wegenetz hinauf zu beeindruckenden Panoramen, vorbei an idyllischen Bergseen und Wildbächen, rund um herbstlich verzauberte Wälder und Almlandschaften. Genusswanderer gönnen sich für die ersten paar Höhenmeter eine Auffahrt mit einer der Bergbahnen, die man natürlich auch für einen knieschonenden Abstieg nutzen kann.

 
 
Bestens beschildert führt das 380 Kilometer
umfassende Pitztaler Wegenetz hinauf zu
beeindruckenden, herbstlichen Panoramen.




Tirol: Blauer Himmel, blaue Zwetschke

Mit über 1.000 Meter Seehöhe ist das Stanzer Plateau über Landeck eines der höchstgelegenen Obstanbaugebiete Europas. Dank eines milden Mikroklimas gedeiht hier die Stanzer Zwetschke, die der Region zum Titel „Österreichische Genussregion“ verholfen hat. Traditionell wird das saftige Früchtchen nicht nur verspeist, sondern in den Hausbrennereien zu einem kräftigen Schnaps gebrannt. Eine Spezialität, die man auf jeden Fall probieren sollte.

Gelegenheit dazu bietet das Zwetschkenfest am 9. September: Musik, offene Türen und Führungen bei drei Brennereien, jede Menge Köstlichkeiten und die Wahl der Zwetschkenkönigin sorgen für unterhaltsame Stimmung. Die Region ist natürlich auch vor und nach dem Fest einen Besuch wert. So haben die Hütten des Genussbergs Venet teilweise bis Ende Oktober geöffnet, und man kann sich während der Wanderung gleich mehr als nur eine g‘schmackige Jause schmecken lassen.

Alpinerfahrene Wandersleut‘ absolvieren in der Region TirolWest eine der anspruchsvolleren Etappen des Tiroler Adlerwegs. Der Rundwanderweg durch ganz Tirol verläuft hier in lichten Höhen zwischen 2.000 und 2.500 Höhenmetern und führt von Zams aus auf die Steinseehütte. Am nächsten Tag geht es weiter auf dem Lechtaler Höhenweg zum Württemberger Haus. Ihr Ende findet die Tour beim Abstieg durchs Zammer Loch, eines der schönsten Hochgebirgstäler der Alpen.

Tirol: Herbstliches Highlight -der Nationalpark Hohe Tauern

Diese Geräusche hört man nur einmal im Jahr: Das Röhren der Hirsche hallt laut und mächtig durch die bunt eingefärbten Wälder. Für sie ist nun Brunft – Zeit für Revierkämpfe, Zeit der Fortpflanzung. Bei den Nature Watch Wanderungen kommt man dank des kundigen Führers – und dank des Swarovski-Fernglases – diesem Schauspiel ganz nahe. Und selbst wenn sich keiner der 6-, 8-, 10- oder 12-Ender blicken lässt – die Nationalparkranger haben immer etwas zu zeigen: fettanfressende Murmeltiere, krafttankende Zugvögel, Pflanzen, die nur hier vorkommen. Das größte Naturschutzgebiet der Alpen ist einfach ein Erlebnis für Geist und Körper gleichermaßen.
 
 
 
Der Nationalpark Hohe Tauern - das größte Naturschutzgebiet
der Alpen - ist ein Erlebnis für Geist und Körper gleichermaßen.
 

Ein Höhepunkt für Bergsteiger ist der Osttiroler Adlerweg. 20 Etappen führen weit hinauf in die Welt des Hochgebirges, in die Welt des Großglockners und -venedigers. Ein echtes Abenteuer für Alpinisten.
 
 
 
Auch Osttitol erwartet den Herbst mit großartigen
Kulissen, wie hier im malerischen Innergschlöss.


Wer es sportlich nicht ganz so fordernd mag – die Hütten rund um Lienz haben fast den ganzen Herbst geöffnet. Die sonnenverwöhnte Region – es werden bis zu 2.000 Stunden im Jahr gemessen – ist dadurch ein ideales Revier für gemütliche Spaziergänge, kleine und große Ausflüge. Wie wär’s mit einer Wanderung zu den Neualplseen? Die Panorama-Bahn erleichtert wenn gewünscht den Aufstieg, so hat man noch mehr Zeit und Energie für den leichten Höhenweg inmitten der imposanten Bergkulisse. Als Gipfeloption wartet der Östliche Sattelkopf mit 2.651 Metern.

Tirol: Wunderbar wanderbar - die Region Wilder Kaiser

Er ist einfach majestätisch, wie er über den Dörfern aufragt: Der Wilde Kaiser ist ein Anblick, an dem sich Bergfreunde nicht satt sehen können. Und erst recht ist er Ansporn, Motivation, Ziel – diesen Gipfeln möchte man einfach nahe kommen. Leichte Touren machen es dabei Genusswanderern möglich, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Zudem wartet auch auf routinierte Bergsteiger hier die eine oder andere Herausforderung. Der Trick fürs besondere Panoramaerlebnis? Ein Aufstieg auf der anderen Talseite. Von der Hohen Salve oder dem Rauhen Kopf aus erkennt man sofort, woher der Kaiser seinen Namen hat.
Themenwege, Wanderbus-Service, Schuh- und Stockverleih und geführte Wanderungen –für ein königliches Urlaubsgefühl ist am Wilden Kaiser alles vorhanden.

 
 
 

Der in Nebel gehüllte Hintersteiner See
ist nur eine von zahlreichen herbstlichen Attraktionen
rund um das Kaisergebirge.


Wer den Herbst in Tirol erleben kann, darf sich auf goldene Tage mit viel Sonne und noch mehr Natur freuen. Weil es keine Regel ohne Ausnahme gibt, muss korrekterweise die Möglichkeit von Kaltluftvorstößen, die auch Schnee in tiefe Lagen bringen können, erwähnt werden. Dann heißt es zwar, die Gipfeltour zu verschieben. Dafür lässt es sich herrlich bei Wellness entspannen und die Kultur in den Städten und Museen erkunden. Und auch dort will so mancher Schatz entdeckt werden –im Herz der Alpen.

Eingestellt von Dieter Buck

Info:

Tirol Info, Telefon 0043 512 7272-0



Fotos:

TVB Pitztal, Lorenz Marko/Nationalpark Hohe Tauern, TVB Wilder Kaiser, NPHT Lammerhuber

 

 

Südtirol: Algund







 

Dieser Beitrag ist erschienen in Schwaben Alpin

Zeitschrift der Sektion Schwaben des DAV

Ausgabe 4/2012


Layout: Hans-Jürgen Trinkner, Verlagsbüro Wais & Partner, Stuttgart

 







Goldener Herbst in Ostbayern und Oberösterreich


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Dieter Buck + Marlies Buck

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Der goldene Herbst im Zentrum Europas
Wandern, Radfahren, Thermengenuss und mehr …

 
Im goldenen Herbst haben Wandern und Radfahren im Herzen Europas Hochkonjunktur. Oberösterreich und Niederbayern verwöhnen Genuss- und Tourenfahrer mit einem fast grenzenlosen Angebot: Dutzende Rad- und Wanderwege, oft nahtlos über die Landesgrenzen hinweg verknüpft, und viele 1.000 Kilometer Strecken wie auch originelle Tourenvorschläge begeistern Einheimische wie Gäste.
 
 
 

Herbsturlaub in seiner schönsten Form:
Thermalbaden in den oberösterreichischen und niederbayerischen Thermen,
 wie hier in Bad Füssing im Bayerischen Golf- und Thermenland.

In Oberösterreich wie auch im Bayerischen Wald warten rund 15.000 Kilometer markierte Wanderwege, von hochalpinen Klettersteigen bis hin zu gemütlichen kinderwagentauglichen Familientouren auf die Herbsturlauber. In Ostbayern sind gleich vier Wanderwege, unter ihnen der spektakuläre Goldsteig und der Jurasteig, mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. In Oberösterreich punktet der Donausteig mit seiner Auszeichnung – mit dem „Österreichischen Wandergütesiegel“.

Nirgendwo auf dem Kontinent sprudeln auch mehr heilende Quellen als im Zentrum Europas: im Gesundheitsland Oberösterreich und dem benachbarten Bayerischen Golf– und Thermenland. Tourismusexperten sagen: In den 15 Kurorten, Gesundheits- und Wellnesszentren der Region wurden in den letzten Jahren Gesundheitsurlaub und Badekur neu erfunden – jung, unbeschwert und voller gesunder Attraktionen.

Im „Gesundbrunnen Europas“ erwarten die Gäste eine World of Anti-Aging (Therme Geinberg), Europas weitläufigste Thermenlandschaft und Infozept-Programme zum Schutz vor Krankheiten (Bad Füssing), Europas größter Wasserspielgarten (Bad Schallerbach), Anti-Schmerz-Therapien in der Tiefkältekammer (Bad Zell), aber auch Angebote zum Baden gegen Burn-out bis hin zu spektakulären Wasser-Erlebniswelten für die ganze Familie und viele andere sprudelnde Attraktionen.

Eingestellt von Dieter Buck

Info:

Oberösterreich Tourismus Information, Freistädter Str. 119, A 4041 Linz, Telefon 0043 732 7277552

Tourismusverband Ostbayern e. V., Im Gewerbepark D04, D 93059 Regensburg, Telefon 0049 (0) 941 585 39-12



Fotos: Tourismusverband Ostbayern / Kurverwaltung Bad Füssing, Tourismusverband Ostbayern / Eisenschink

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Urlaub in Ostbayern und Oberösterreich


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Dieter Buck + Marlies Buck

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Lebensqualität und Freizeitwert grenzenlos
Im Herzen Europas, in der Region Ostbayern und Oberösterreich, floriert der Tourismus – oft profitieren davon auch die Einheimischen.


Entspannender Herbsturlaub im Herzen Europas: Von der Vielfalt
des Angebots zwischen den attraktiven Radfahr-und Wanderregionen
in Oberösterreich ...
 
 
Leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen: In Ostbayern und Oberösterreich haben die Einheimischen rund ums Jahr die Qual der Wahl zwischen einem vielfältigen Urlaubs- und Freizeitangebot.

Aus einer ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Region wurde in den letzten Jahren eines der attraktivsten Urlaubsziele Europas und ein pulsierender Wirtschaftsstandort mit exzellentem Freizeitwert – ein Beispiel für die Wirkung weitsichtiger grenzüberschreitender Landesentwicklung.

Der Aufschwung des Tourismus lässt das Herz Europas zunehmend höher schlagen. In den Urlaubsgebieten Oberösterreich/Ostbayern leben mittlerweile 120.000 Menschen vom Tourismus. Mehr als zehn Milliarden Euro Kaufkraft der Touristen sorgen auch dafür, dass die Wirtschaft floriert und neue Arbeitsplätze entstehen. Am meisten aber profitieren die Menschen, die in der Region wohnen, vom Gästeboom: Sie genießen 365 Tage im Jahr eine Freizeitwelt direkt vor der Haustür.

Einige Milliarden Euro, auch aus Mitteln der Europäischen Union, sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten in die touristische Infrastruktur der Regionen zwischen Voralpenland und Böhmerwald, entlang der Donau und bis hinein in den Bayerischen Wald geflossen. Natur- und Nationalparks entstanden, dazu viele 100 Kilometer bestens ausgebaute Rad- und Wanderwege in intakter Natur zwischen Bergen und über Berge, entlang von Flüssen und Seen. Ein rundes Dutzend Ferien- und Freizeitparks wuchs aus dem einst vor allem landwirtschaftlich genutzten Boden und dazu eine gastronomische Infrastruktur für jeden Komfortanspruch.

Das macht es auch den Unternehmen in der Region leicht, im europaweiten Wettbewerb die Besten auf dem Arbeitsmarkt zu überzeugen. Lebensqualität und hoher Freizeitwert sind für gefragte Spezialisten dicke Pluspunkte bei der Wahl des Lebensumfelds. Bewegung in der Natur, sich Gutes – und auch mal Nichts – tun, kulturell Sehenswertes bestaunen und nebenbei regionaltypische Schmankerl verkosten – das ist es, was nicht nur die Urlauber, sondern auch die genießen, die dort wohnen.
 

und zum Beispiel dem Premiumwanderweg Goldsteig
im Bayerischen Wald profitieren nicht nur die Gäste,
sondern auch die Einheimischen.

Knapp 7 Millionen Nächte bleiben Touristen aus aller Welt jedes Jahr in Oberösterreich, Ostbayern zählte im letzten Jahr 16,3 Millionen Übernachtungen. Hinzu kommen noch mehr als 75 Millionen Tagesreisende. Mehr als zehn Milliarden Euro lassen die Touristen jedes Jahr in der Region.

Der Trend ist ungebrochen: Sowohl in Ostbayern als auch in Oberösterreich stiegen die Gästeankünfte und Nächtigungen in den letzten Jahren kontinuierlich an. „Eine enorm positive Entwicklung für diesen großen gemeinsamen Freizeitraum“, freuen sich Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbands Ostbayern, und Mag. Karl Pramendorfer, Vorstand des Oberösterreich Tourismus. Für Umsatz sorgen nicht zuletzt auch die Einheimischen, die immer mehr entdecken, wo Urlaub machen am schönsten und stressfreier ist: ohne lange Anreise, ohne Stau und Wartezeiten in den Ferienzentren direkt vor der eigenen Haustüre.

Ostbayern und Oberösterreich punkten darüber hinaus mit ihrer zentralen Lage in Mitteleuropa und der guten Erreichbarkeit per Auto, Bahn und Flugzeug. Das macht die Region heute auch für Tagungen und Kongresse zu einer ersten Adresse auf dem Kontinent.

Eingestellt von Dieter Buck

Info:

Oberösterreich Tourismus Information, Freistädter Str. 119, A 4041 Linz, Telefon 0043 732 7277552

Tourismusverband Ostbayern e. V., Im Gewerbepark D04, D 93059 Regensburg, Telefon 0049 (0) 941 585 39-12



Fotos: Tourismusverband Ostbayern / Kurverwaltung Bad Füssing, Tourismusverband Ostbayern / Eisenschink

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entspannender Herbsturlaub im Herzen Europas: Von der Vielfalt des Angebots zwischen den attraktiven Radfahr- und Wanderregionen in Oberösterreich und zum Beispiel dem Premiumwanderweg Goldsteig im Bayrischen Wald profitieren nicht nur die Gäste, sondern auch die Einheimischen.

Oberösterreich Tourismus Information, Freistädter Str. 119, A 4041 Linz, Telefon 0043 732 7277552
presse@oberoesterreich.at


Tourismusverband Ostbayern e. V., Im Gewerbepark D04, D 93059 Regensburg, Telefon 0049 (0) 941 585 39-12

Montag, 24. September 2012

Berchtesgaden: Bergwandern


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Almen, Achen und alpine Aussichtslogen:
Herbstwandern im Berchtesgadener Land
Vier faszinierende Touren durch das Reich von König Watzmann

Mit Herbstanfang beginnt die farbenfroheste Wanderzeit im Berchtesgadener Land. Während die Bäume im Nationalpark ihre bunte Pracht entfalten und die Rinder ihren knalligen Kopfschmuck bei den Almabtrieben zur Schau stellen (z.B. am 3. Oktober über den Königssee) genießen Wanderer herrliche Aussichten und über 740 Kilometer markierte Wege.
 
 
 
 
 

Berchtesgaden: Tour 1
Grandiose Aussichten im Nationalpark Berchtesgaden
(11,2 km, 940 hm, ca. 5 Std.)

Schwindelfrei sollte man sein und relativ bergerfahren, wenn man sich auf die ruhige, aber anspruchsvolle Tour über 940 Höhenmeter durch den Nationalpark Berchtesgaden begibt.

Direkt am Königssee startet die fünfstündige Route, auf der die Faszination Watzmann und der 190 Meter tiefe Alpenfjord über schattige Pfade erlebbar werden.

Am großen Parkplatz in Schönau verabschieden sich geübte Wanderer direkt in Richtung Königsseer Ache vom bunten Touristen-Treiben. Entlang von Bob- und Rodelbahn geht es hinauf in den Klingergraben und auf einem gut angelegten, aber teilweise steilen Weg durch dichten Wald. Nach etwa zwei Stunden öffnet sich eine breite Almwiese, aus deren Mitte die Terrasse der Kührointalm zur gemütlichen Rast lädt. Gestärkt durch bayerische Köstlichkeiten führt die Strecke anschließend weiter zur Archenkanzel (1346 m), dem höchsten Punkt der Wanderung, an dem sich eine bezaubernde Aussicht über den langgestreckten Königssee und die farbenfrohen Mischwälder öffnet.

Noch einmal den Blick auf den König der bayerischen Berge richten und der Abstieg über den steilen Rinnkendlsteig kann beginnen. Schnell rückt mit der Wallfahrtskirche St. Bartholomä das Ziel der Wanderung in Sicht, während man auf schmalen Steigen die Ostflanke des Mooslahnerkopfes (1815 m) passiert. Daran schließt sich die steilste Passage der anstrengenden Tour an, die das Auge unaufhaltsam in die Tiefe und geübte Wanderer dank Holzstufen und Drahtseilen sicher zum schattigen Biergarten leitet. Zurück geht es dann bequem mit der Königsseeschifffahrt.

Berchtesgaden: Tour 2
4 Gipfel über Bad Reichenhall
(6 km, 219 hm, ca. 3 Std.)

Weniger anspruchsvoll, aber umso faszinierender beginnt die gemütliche Vier-Gipfel-Tour oberhalb des Atemorts Bad Reichenhall. Mit der ältesten, original erhaltenen Großkabinenbahn der Welt lässt man sich hinauf zur Bergstation (1583 m) des Predigtstuhls (1613 m) befördern, dem Start der dreistündigen, mittelschweren Etappe.

Mit Hochschlegel (1688 m), Karkopf (1738 m) und Dreisesselberg (1680 m) stehen drei weitere Höhepunkte auf dem Programm, die unterwegs ein faszinierendes Rundumpanorama präsentieren. Die Tour erstreckt sich über knapp sechs Kilometer und überwindet einen Höhenunterschied von 293 Metern. Vom Predigtstuhl aus gelangen Wanderer durch die Schlegelmulde über einen kurzen, aber steilen Pfad hinauf zum zweiten Gipfelkreuz des Tages.

Fast eben geht es von hier zur Abzweigung Karkopf, dessen Spitze nach wenigen Minuten erreicht ist. Wie aus einer alpinen Loge schweift der Blick hinüber zu Blaueisgletscher und Hochkalter, bevor man auf einem durch Latschen gesäumten, schmalen Kamm zu jener Wegkreuzung gelangt, die links Richtung Dreisesselberg weist. Der Rückweg führt dem Anstieg entlang und ermöglicht kurz vor der Gondelstation eine Rast im urigen Gasthaus Schlegelmulde, in dem man die vier Gipfelerlebnisse seelenruhig Revue passieren lässt.
 
 
 

Berchtesgaden: Tour 3
Familienglück mit Weitblick in die Ramsau
(11 km, 350 hm, 4 Std., gemütlich)

Ideal für Familien ist der Soleleitungsweg, der sich über rund elf Kilometer vom Oberwirt in Ramsau vorbei am Wallfahrtskircherl Maria Kunterweg hinauf auf den Sonnenbalkon des Berchtesgadener Landes schlängelt. Völlig unbeschwert genießen Wanderer hier die grandiose Aussicht über Wimbachtal und Ramsau, stärken sich bei deftigen Schmankerln und von Hand gebackenen Kuchen in einem der drei Gasthäuser und tauchen in jene Zeit ein, in der das weiße Gold alleine den Wohlstand der Region bestimmte. Historische Holzrohre und Infotafeln lassen heute nur noch erahnen, wie technisch aufwändig die Konstruktion zum Transport des salzhaltigen Wassers am Anfang des 19. Jahrhunderts gewesen sein muss.

Der Schotterweg überwindet insgesamt rund 350 Höhenmeter und beschert durch seinen einfachen Verlauf ein sorgloses Wandervergnügen. Wer nur einen kurzen Ausflug plant oder ein bisschen mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten – wie die über 1000-jährige Hindenburglinde – am Wegesrand haben möchte, wählt einfach eine kürzere Teiletappe wie das weitgehend flache Teilstück zwischen Zipflhäusl und Söldenköpfl, das auch mit Kinderwagen gut zu schaffen ist.

Berchtesgaden: Tour 4
Sinneswandeln im Ruperti-Winkel
(12 km, eben, 2,5 Std.)

Ein besonderes Stadt-Land-Fluss-Erlebnis windet sich über 12 Kilometer durch den Rupertiwinkel. Entlang der Salzach startet die leichte Tour in der venezianisch anmutenden Schifferstadt Laufen. Gemütlich geht es ab dem Fischer-Huber-Bach durch den üppigen Auwald am wildromantischen Gewässer flussaufwärts, bis man am strömenden Wildwasserverlauf der Soleschwelle in Richtung Schloss Triebenbach abzweigt. Ab hier führt ein Damm entlang eines schmalen Nebenflusses, an dem sich das betörende Alpenpanorama mit Untersberg, Staufen und Gaisberg öffnet. Während die bunten Verfärbungen der Aue den Weg säumen, lassen Wanderer das in Privatbesitz befindliche Wasserschloss, in dem einst Mozart seine Ferien verbrachte, rechts liegen und wenden sich der interessanten Moränenlandschaft oberhalb des Salzach-Taleinschnitts zu. Über die wenig befahrene Alte Bundesstraße marschiert man in Richtung Norden und biegt nach einem alten Landgasthof links in eine kleine Nebenstraße ein. Unterwegs laden die verschiedenen Ablagerungsschichten der Eiszeit am geologisch bedeutenden Nagelfluhgestein zur Besichtigung ein, bevor sich an einer Eisenbahnbrücke ein breiter Schotterweg nach rechts verabschiedet und über das malerische Örtchen Arzenpoint zurück nach Laufen führt. Besonderer Tipp: Auf jeden Fall die im Jugendstil gehaltene Länderbrücke und die älteste gotische Hallenkirche Süddeutschlands – Maria Himmelfahrt – besichtigen.

Info:
Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, Bahnhofplatz 4, 83471 Berchtesgaden, Tel.: 0 18 05 / 86 52 00

Eingestellt von Dieter Buck

Fotos: Kur GmbH Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain, Berchtesgadener Land Tourismus GmbH