Freitag, 30. August 2013

Alm-Herbst im Pillerseetal



Alm-Herbst im Pillerseetal
Wenn die Kühe Trachten tragen – Genuss-Touren im Pillerseetal

Hoch droben auf der Rohralm über dem Tiroler Pillerseetal blühen im Spätsommer Alpenblumen der besonderen Art: Christian Dödlinger ist nicht nur einer der ältesten Almbauern Tirols, sondern auch einer der begabtesten Edelweiß-Schnitzer unter den Gipfeln der Kitzbüheler Alpen.

Senner Christians romantische Holzhütte, 1.257 Meter über dem Meeresspiegel, gehört zu den kaum bekannten, aber schönsten Ausflugszielen im Pillerseetal. Gäste bedeuten nach vielen Stunden der Einsamkeit auf der Alm für den Bauern auch immer wieder ein Stück Abwechslung - und ein kleines Zubrot. Weil mit der Almwirtschaft allein auch an den grünen Grasbergen Tirols kein Geld mehr zu verdienen ist, bietet der 79-jährige nicht nur eine gemütliche Ruhebank zum Rasten an der wärmenden Holzwand, sondern auch eine Jause für den hungrigen Magen.

Neben selbstgemachtem Speck („der muss drei Wochen selchen“), hauseigenem Bergkäse und frischem Brot aus dem bäuerlichen Holzofen serviert der gemütliche „Almerer“ auf der Terrasse oder in der rustikal-engen guten Stube auch Tiroler Volkskunst zum „selbsbrennt´n Schnapsl“: „Wenn i guat drauf bin“, schmunzelt der Senior unter den PillerseeTal-Sennern, greift er in die Tasten des Akkordeons.

Auf jeden Fall lässt er sich auf die Finger schauen, wenn er mit seinem scharfen Jagdmesser und geschickten Schnitten aus Fichtenspänen Edelweiß erblühen lässt.
Almabtrieb im Pillerseetal
Ob Almbauer Christian hoch über Fieberbrunn zu Hause ist, erkennen die Gäste übrigens schon vom Tal aus: Ein großes weißes Bettlaken aus dem Giebelfenster signalisiert weithin sichtbar die Anwesenheit. Auf besondere Genuss-Tour gehen Wanderer im PillerseeTal am Wochenende vom 12. bis 14. September: Wenn die Kühe zum Almabtrieb Trachten tragen und bunt geschmückt ins Winterquartier im Tal zurückkehren, verkehrt zwischen den fünf Talgemeinden Fieberbrunn, Waidring, St. Ulrich am Pillersee, St. Jakob in Haus und Hochfilzen erstmals auch ein „Schmankerl-Shuttle“: In jedem Ort wird dabei ein Gang aus der typischen Tiroler Bauernküche serviert. Im Pauschalangebot „Kulinarischer Herbst“ (ab 122 Euro) ist neben Unterkunft und „Schmankerlhüpfen“ zusätzlich ein Tiroler Kochkurs enthalten.

Info:
Tourismusverband PillerseeTal, Dorfplatz 1, 6391 Fieberbrunn, Tel. +43.5354.56304, Fax. +43.5354.56304-60, www.pillerseetal.at, http://www.facebook.com/PillerseeTal, info@pillerseetal.at

Dieter Buck
Foto: Senner Christian Dödlinger beim Edelweiss-Schnitzen

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Almabtrieb in Wildschönau



Wenn die „High Society“ wieder hinab ins Tal steigt

Die Almabtriebe krönen den Wildschönauer Genussherbst
 


Wenn die Wälder ihr farbenfrohes Gewand überstreifen und das urige Hochtal in satten Orangetönen leuchtet, ist genau die richtige Zeit zum Feiern. Vom zünftigen Volksmusikfest in der Wildschönauer Bergwelt über den traditionellen Almabtrieb bis hin zur kulinarischen „Krautingerwoche“ – von Ende August bis Mitte Oktober laden im Herzen der Kitzbüheler Alpen zahlreiche Veranstaltungen zum Herbst-Zauber ein.

The King is back. Der Käse-König Johann Schönauer. Mit langem Bart übrigens, den der preisgekrönte Käser nach einem alten Brauch erst stutzt, sobald der letzte der Bauern, die ihm ihr Vieh anvertraut haben, bezahlt hat. Gefeiert werden er und seine Senner-Kollegen beim Wildschönauer Almabtrieb am 21. September. In der Nacht zuvor, in der so genannten Gru-Nacht, haben die Bergbauern mit Freunden und Familien den Abschied von der Alm gefeiert. Am nächsten Morgen packt die „High Society“ dann ihre Sachen, melkt und schmückt das Vieh und treibt es hinab in die Heimatställe – begleitet von zahlreichen Schaulustigen am Wegesrand. Der Tross aus über 500 Tieren zählt zu den Höhepunkten des Genussherbstes, bei dem die Tal-Bewohner sich selber feiern: ihre lustig-leichte Lebensart, ihre tief verwurzelten Traditionen und nicht zuletzt ihre Bergwelt, mit der sie so behutsam umgehen.

Wildschönau: Das Programm des traditionellen Almabtriebs und Almfests am 21. September ab 10.00 Uhr in Auffach/Tirol:
Nach der Gru-Nacht (die letzte Nacht vor der Heimfahrt von den Almen) werden die Tiere gemolken, die restlichen Sachen gepackt und dann die Kühe geschmückt (was man auch "aufbischen" nennt). Gemeinsam geht es talwärts.

Umrahmt wird der Almabtrieb von einem schönen Handwerks- und Bauernmarkt auf dem Parkplatz der Schatzbergbahn in Auffach. Die Landjugend, die ARGE Bauernmarkt und die Bäuerinnen bieten Spezialitäten wie Brodakrapfen, Schmalznudeln, Käse- und Speckspezialitäten und andere regionale Köstlichkeiten an. Handwerker zeigen althergebrachte Techniken. Für Kinder gibt es Kinderschminken. Für Verpflegung sorgen auch der Gruttnstadl und die Feuerwehr Auffach. Die Bundesmusikkapelle Auffach eröffnet das Almfest musikalisch, eine flotte Volksmusikgruppe sorgt anschliessend für Unterhaltung. Gegen 12.00 Uhr treffen die ersten Kühe von den umliegenden Almen ein!

Das Almfest dauert meistens bis spät in die Nacht, denn es gibt viel zu erzählen - vom langen, schönen Almsommer in der Wildschönau. Rot, golden, gelb – so bunt wie die Farben sind die Herbst-Höhepunkte: Tiroler Spezialitäten, die das Hochtal so unverwechselbar machen, können Urlauber auf mehreren verschiedenen Genusswanderungen kosten, die im Herbst durch die Bergwelt führen. Unter anderem zu Anna auf der Achentalalm, die den hungrigen Gästen die unbestritten besten Schmalznudeln serviert, eine Spezialität aus Hefeteig.

Von Oberau führt der Weg über den Borstadl, wo sich ein gigantischer Panoramablick über die Kitzbüheler Alpen offenbart, hinüber zu Anna und ihren berühmten Schmalznudeln. Die können dann etwa eine Stunde später auf dem fast 1200 Meter höher gelegenen Zwecklhof verdaut werden. Hier schenkt Siegfried Kistl seine prämierten Edelbrände aus, die er in einer urigen Hütte aus dem 17. Jahrhundert brennt. Bei den Genusstouren handelt es sich um einfache Touren, die drei bis fünf Stunden dauern.

Ebenfalls in Hochprozentigem wird ein echter Superstar der Wildschönau verwandelt, nämlich die weiße Stoppelrübe. „Krautinger“ heißt das Produkt, für das der Begriff Schnaps eher eine Beleidigung ist. Der Krautinger, so heißt es, habe nämlich heilende Kräfte. Dank Kaiserin Maria Theresia, die einst den armen Wildschönauer Bauern exklusiv das Recht verlieh, aus der Rübe Hochprozentiges herzustellen, gibt es den Krautinger nur im Tiroler Hochtal, wo es heute noch genau 15 Bauern sind, die das Brennrecht ausüben. Vom 6. bis 12. Oktober feiert das ganze Tal seine Superrübe mit einer Krautingerwoche, bei der sich kulinarisch alles rund um das gesunde Gemüse dreht.

Kein Kraut gewachsen ist wohl gegen die Sehnsucht, die die meisten Senner packt, wenn sie im Spätherbst ihre Almen verlassen müssen. Wer den Käse-König Johann Schönauer und den Senner Robin Silberberger vorher in ihrem Element erleben möchte, hat hierzu den ganzen Herbst über auf einer weiteren Genuss-Wanderung Gelegenheit.

Info:
Wildschönau Tourismus, Hauserweg, Oberau 337, A-6311 Wildschönau, T: +43 (0)5339 8255-0, F: +43 (0)5339 8255 50, info@wildschoenau.com, www.wildschoenau.com, info@wildschoenau.com


Dieter Buck
Foto: Über 500 Tiere kommen von den hinteren Almen ins Tal zurück. Beim Almfest in Auffach wird die Rückkehr gefeiert.

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Biken in Saalfelden Leogang

Biken in Saalfelden Leogang: Adrenalinschub inklusive


 
Wer in der Region Saalfelden Leogang Urlaub macht, kommt um den Bikepark nicht herum. Höchstens herüber, denn das Mountainbikeparadies befindet sich direkt unterm Skilift am Asitz. Aber keine Angst, nicht jeder muss gleich halsbrecherische Sprungabfolgen meistern, es geht auch gemütlicher und das mit fachkundiger Hilfe.

Zugegeben, in die Faszination für die Sprünge und das Tempo der Biker mischt sich zuweilen ein mulmiges Gefühl. Wer oben auf dem Berg Asitz steht, kann am Startpunkt des Bikerparks erleben, wie sich reihenweise grellbunt gekleidete und behelmte Biker die erste Rampe hinunterstürzen, um dann über eine der Downhillstrecken zum Zielpunkt unten im Dorf Leogang zu rasen. Im Winter nutzt der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang dieses Areal. Ich entscheide mich sicherheitshalber für den bequemeren Weg in einer Gondel der Bergbahn.

Unten am Zielpunkt, wo noch einmal meterhohe Sprungrampen aus dem Boden ragen, gibt es einen Bikeshop mit einer Schule, die Workshops für werdende und fortgeschrittene Biker anbietet. Schließlich überkommt mich die leise Ahnung, dass es besser wäre, sich nicht einfach als Downhill-Draufgänger zu versuchen. Sabine Enzinger, Gründerin und Geschäftsführerin von Element Outdoor Sports, tröstet mich mit einem Kaffee und erklärt mir, dass ich mit meinen 40 Jahren noch „kein hoffnungsloser Fall“ wäre. „Solange eine gewisse körperliche Fitness gegeben ist, spielt das Alter keine so große Rolle.“

Der älteste Kursteilnehmer bisher wäre sogar 65 Jahre alt gewesen. Die blonde drahtige Dame ist gewissermaßen ein sportliches Universalgenie. Vom „Bike Park & Freeride Guide“ bis zur „Bergwanderführerin“ hat sie sich praktisch alle Outdoorsportqualifikationen angeeignet, die es gibt. „Die wenigsten Menschen können sich so einen Sport durch bloßes Zusehen aneignen“, erklärt die Jungunternehmerin, die im Jahr 2008 ihre Firma gründete. „Gerade da beim Downhill ein wenig Adrenalin, aber sicherlich auch etwas Angst mit reinspielt, ist es sinnvoll, einen Workshop zu machen.“ So würden Anfänger dazu tendieren, sich bei der Abfahrt gegen den Hang also nach hinten zu lehnen, was absolut kontraproduktiv sei für eine stabile Haltung auf dem Bike.

Biken in Saalfelden Leogang: Frauen auf dem Vormarsch
Die Elements Bikeschule teilt sich eine Ladenfläche mit „Sport Mitterer“, der alles im Programm hat, was das Bikerherz begehrt, zum Kaufen und zum Leihen, was für Neulinge wie mich besonders praktisch ist. Denn so muss ich erstmal keine große Summe in Bike und Ausrüstung investieren. Erstaunlicherweise besteht die Kundschaft neben toughen Jungs auch aus vielen Frauen.

Mein ursprünglicher Verdacht, es würde sich beim „gefährlicheren“ Part des Bikesports, also dem Downhill, um eine reine Männerdomäne handeln, muss ich schnell fallen lassen. Den besten Beweis liefert Jasmin Zimmermann, die hier nicht umsonst als „mutigste Verkäuferin“ tituliert wird, denn sie ist tatsächlich eine der Downhillerinnen in Leogang. Vor fünf Jahren hat sie das Bikefieber gepackt und seither lässt es sie nicht mehr los. Sie schätzt, dass inzwischen mindestens ein Viertel der Biker Frauen sind. „Gerade in den letzten Jahren hat der Anteil der Bikerinnen sprunghaft zugenommen“, sagt die 27-Jährige, die auch hier aufgewachsen ist. „Die Bike-Entwicklung hat sehr dazu beigetragen: Inzwischen werden Damenmountainbikes produziert und es gibt Bikerkleidung für Frauen.“

Eingepackt in einem stabilen Schutzpanzer, „Protektor“ genannt, führt mich Sabine Enzinger zum Übungsareal, direkt neben dem Bikerpark. Arme, Beine, Hals, Brustkorb – alles verbirgt sich jetzt hinter einer harten Schale überdeckt durch eine martialisch wirkende schwarze Bikerkluft. So ähnlich muss sich Matt Damon bei den Dreharbeiten zum Sci-Fi-Thriller „Elysium“ gefühlt haben, wo er sich im Metallkorsett durch eine düstere Zukunft kämpft.

Aber wahrscheinlich würden Matt Damon die Übungssteilkurven und Minirampen hier keine Kopfschmerzen bereiten, an denen ich mich nun versuche. „Bei Kindern ist das Balancegefühl generell besser als bei Erwachsenen“, weiß Sabine Enzinger, so dass auch Sechsjährige durchaus schon ein paar Kunststücke lernen könnten. Für diese Nachwuchssportler haben die Betreiber extra einen „Kids Mini Bikepark“ aufgebaut, gleich neben dem Areal für die Großen und im Nachbarort Saalfelden gibt es inzwischen auch einen „Kiddy Park“. 

Aber jetzt gibt es keinen weiteren Aufschub mehr für mich. „Leichte Sprünge sind für blutige Anfänger absolut möglich“, lautet der letzte pädagogische Beruhigungsversuch vor meinem Start in die erste Steilkurve. „Und wenn du einmal dieses Sprungfeeling erlebt hast, dann ist es im Normalfall so, dass man mehr möchte. Wir sorgen dann dafür, dass sich Anfänger sicher an größere Sprünge herantasten können. Es hat definitiv Suchtpotenzial.“

Leichte Steilkurven im Übungsareal beim Biken in Saalfelden Leogang
Das Bike bringt zwar gute 20 Kilogramm auf die Waage, fährt sich allerdings leichter als gedacht. Aber der Start an einer Rampe bringt ja ohnehin erstmal Tempo, etwas „Gas geben“ kann man dann wieder in einer der hölzernen Steilkurven. Mein erster Sprung über eine Rampe auf ein kleines Plateau gerät dann auch relativ wackelfrei. Böse Zungen werden später behaupten, es hätte sich nur um eine Sprunghöhe von einem guten Meter gehandelt, ich hatte das Gefühl, mindestens über den Grand Canyon zu fliegen.

Wie auch immer, ich bin überrascht, wie sanft die Landung verläuft. Dafür sorgen gleich mehrere Superfederungen im Rahmen und an der Gabel des Bikes, wie mir Lukas erklärt. Der Abiturient aus Hessen verbringt seit mehreren Jahren seine Sommerferien in Leogang. Er trainiert selbst fleißig Dowhnhillabfahrten, hat sich aber auch zum Tourguide ausbilden lassen. „Ich führe jetzt regelmäßig Besucher, auch mal ganze Familien, durch das sehr weitverzweigte Mountainbikestreckennetz außerhalb des Bikeparks.“

Ein Guide würde auch deswegen schon Sinn machen, um die Strecken zusammenstellen, die vom Trainingslevel am besten geeignet sind. „Auch für Einsteiger gibt es hier viele Trails“, versichert mir Lukas. Warum er gerade mich dabei anguckt, verstehe ich zwar nicht, immerhin habe ich gerade einen halsbrecherischen Stunt erfolgreich absolviert, aber okay. Elements bietet verschiedenste Touren an, auch als Teamevent für Firmen oder als Schnitzeljagd. Beliebt ist beispielsweise die Big-5-Challenge, eine geführte Biketour, die sich über fünf der hier typischen Gras- und Steinberge erstreckt.

Beim Aufstieg hilft jeweils eine Gondel, sodass die Tour an einem Tag zu schaffen ist. Enduro-Biker kommen hier also auch voll auf ihre Kosten. Übrigens gibt es in der Umgebung sogar richtige Bikehotels. Wahrscheinlich steht dort immer ein Kännchen Öl auf dem Nachttisch… Ich habe mir jedenfalls eine zünftige Stärkung verdient. Im Restaurant Riederalm finde ich die passende Belohnung für meinen ersten Mountainbike-Einsatz. Mit Rindfleisch, geliefert von Betrieben aus Leogang, wird hier ein „Downhill Burger“ serviert. Der Bikerwahnsinn hat eben schon das ganze Dorf erfasst…

Info:
Saalfelden Leogang Touristik GmbH, A-5760 Saalfelden, Mittergasse 21 a, Postfach 29, Telefon: +43 (0) 6582 70660 • Fax: +43 (0) 6582 70660 99, www.saalfelden-leogang.com

Dieter Buck

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Mittwoch, 28. August 2013

Almabtrieb am Wilden Kaiser



Am Wilden Kaiser: 
Almabtriebswoche in Söll

Aufgeboscht von der Almweide wieder im Tal


Am Wilden Kaiser wird der Almabtrieb jedes Jahr zu einem großen Fest. Wenn die reich geschmückten Kühe und ihre Senner in die heimatlichen Ställe ziehen, begrüßt besonders Söll am 21. September die glücklichen ‚Heimfahrten‘ mit Musik und Marktständen.

Schon die ganze Woche davor leben in dem Kaiserort und beim Hexenwasser Almherbst alte bäuerliche Traditionen wieder auf. „Beim ‚Ogrun‘ geht’s nochmal hoch her auf der Hütte“, freut sich Lotte Treichl, die Bäuerin von der Silleralm an der Hohen Salve, auf den letzten Tag vor dem Abtrieb. So nennt man im Tiroler Unterländer Dialekt das Zusammenpacken bei Musik und wehmütigen Abschiedsliedern, das durch häufige Schnapsrunden geschmiert wird.

Denn am sprichwörtlichen Zahltag, wenn der Bauer selbst auf die Alm kommt und den Senner für seinen Sommerdienst ausbezahlt, kann man auch als Gast einige Stunden echtes Almleben genießen. Der Bäuerin dabei zusehen, wie sie die letzten Papierrosen aus buntem Krepp an Wacholderzweige bindet und Kisten voller Kopfputz für alle Tiere ausbreitet. Viele Abendstunden hat sie daran liebevoll auf dem Hof gesessen, nun dürfen die Kühe hochdekoriert damit vom Berg trotten.

Sie aber davon zu überzeugen, sich den Schmuck auch anlegen zu lassen, ist nicht immer ganz einfach. Zwei der zwanzig Milchkühe haben im Sommer hier oben gekalbt. Die wenige Wochen alten Kälber werden auch runter in den Stall gefahren, während alle anderen – Tier und Mensch – die etwa zweistündige „Heimfahrt“, auch wenn sie so heißt, zu Fuß antreten. Vorher muss aber noch für jede „aufgeboschte“ Kuh die passende Glocke gefunden werden.

Die Leittiere tragen eine große mit tiefem Ton und besonders schreckhafte sollten auch besser keine „Woadglockn“ mit hohem Geläut umhängen haben, die sonst so typisch auf den Weiden schon von weitem zu hören sind. Die Bevölkerung von Söll feiert die Heimkehrer der Silleralm und der übrigen Almen der Region am Samstag mit Blasmusik und einem großen Volksfest im Dorf. An Bauernständen entlang der Einmarschroute gibt es zünftige Kost wie Speck und Käse, dazu frische Milch und Hochprozentiges. Und auf die Tiere wartet daheim im Stall schon reichlich frisches Heu!

Bereits die ganze Woche vor dem traditionellen Viehtrieb kann man auf dem Hexenwasser in Hochsöll bei alltäglichen Aufgaben eines Bergbauern auch einmal selbst Hand anlegen oder lernen, typisch Tiroler Schmankerl zuzubereiten. Da werden Sensen geschliffen und dann der Berghang gemäht, Almzäune geflochten oder ein Reisigbesen gebunden. Auf der Stöcklalm kann man sein eigenes Bauernbrot backen, in der Holzknechtsölde echtes Almmus kosten und auf der Hohen Salve zuschauen, wie die Kiachl zubereitet werden. Immer wieder sorgt ein musikalischer „Hoagascht“, ein Musikantentreffen, für Stimmung am Berg und beim Hochsöller Almererfest wird den ganzen Tag bei den Hütten aufgespielt.

Info:
Tourismusverband Wilder Kaiser, Dorf 35, 6352 Ellmau, office@wilderkaiser.info

Dieter Buck
Foto: Besonders Söll begrüßt am 21. September die glücklichen ‚Heimfahrten‘ mit Musik und Marktständen. (TVB Wilder Kaiser)


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