Sonntag, 23. März 2014

Osterwandern in TirolWest

Genusswandern in TirolWest
zur Osterzeit 

Von der Piste direkt auf den Wanderweg – rund um das Osterfest finden sich bereits zahlreiche Genießer in der Ferienregion Tirol West ein und erkunden die zahlreichen Wanderwege entlang von blühenden Obstgärten in der Genussregion Stanz und Grins, am idyllischen Wallfahrtsort Kronburg oder aber im Naturpark Kaunergrat inmitten der Naturparkgemeinde Fliess.
Genusswandern in der Ferienregion TirolWest
Genusswandern in der Ferienregion TirolWest 
©Archiv TVB TirolWest_Daniel Zangerl
Bunte Natur statt grauer Alltag! Wer im Frühlingsurlaub das Naturerlebnis sucht, setzt auf die Ferienregion TirolWest. Entlang zahlreicher Genusswanderwege in der Region vergisst man Stress und Hektik und tankt mit den ersten Frühlings-Sommerstrahlen Energie und Kraft inmitten der einzigartigen Bergwelt. Die Vielfalt der Natur erhellt das Gemüt und wärmt das Herz.

In der Region in der das Wandern zum Genuss wird, lässt natürlich auch der kulinarische Genuss nicht lange auf sich warten. Entlang der 4 Genussrouten der Ferienregion – „Stanzer Zwetschke“, „Tiroler Edle“, „Quellkeimlinge“ und „Tiroggl“ – werden Verkostungen angeboten. Zusätzlich bietet der wöchentlich stattfindende Landecker Frischemarkt im Zentrum von Landeck sowie zahlreiche ausgezeichnete Betriebe (Genusswirte, Tiroler Wirtshäuser, …) den Genuss auf höchstem Niveau an.

Auch das Element Wasser – Ursprung allen Lebens -  ist in der Ferienregion TirolWest in vielen Facetten erlebbar. So begeistert zum Beispiel das Grinner Wasser, welches 2005 den Heil- und Thermalwasserstatus erhalten hat, mit dem Albenbad, der Kneippanlage und den neuen Albigenpfaden. Diese berichten von den 4 Elementen Feuer, Wasser, Wind und Erde, welche durch die 4 Albigen (Natur-Elben) verkörpert werden, sowie von deren Einflußnahme auf die Naturgewalten welche Grins jahrelang heimgesucht haben.

Auch der Naturpark Kaunergrat mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt hat so einiges zu bieten.  Zahlreichen Themenwege wie zum Beispiel entlang dem Piller Moor oder dem Wildtiererlebnispfad laden zu traumhaften Wanderungen ein. Im Naturparkhaus Kaunergrat gibt die Ausstellung „3.000 m Vertikal“ Einblick in die einzigartige Welt des Naturparks.

Oster-Angebot:Genießer wohnen in dieser VerführungsvielfaltAb € 135.-/Personfür 3 Übernachtungen in einem Hotel*** inkl. Halbpension +
2 Verkostungen entlang unserer Genussrouten +
Eintritt im Naturparkhaus Kaunergrat +
Genusswander-Prospekt mit tollen Wandervorschlägen inkl. Höhenprofilen, …

Dieter Buck

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Freitag, 21. März 2014

Osttirol: Der Honigmacher von Lienz

Osttirol: Faszination Honigbiene 

Bienen sind seine Passion. „Zwei Stunden bei meinen Frauen und ich bin wie neu geboren“, sagt Thaddäus Stocker. Wer den begeisterten Imker im Osttiroler Bienenladen in Leisach nahe Lienz besucht, hat nicht nur die Auswahl zwischen den besten Honigsorten der Region, sondern erfährt bei Bedarf spannende Details über die Imkerei. 

Die Faszination für die Zucht und für die Hege und Pflege der surrenden Völker gibt der 48-Jährige als Bezirksjugendreferent auch an Osttirols Imker-Nachwuchs weiter. Er ist stolz darauf, dass die Biene zwischen Großglockner und Großvenediger seit einigen Jahren eine wahre Renaissance erlebt: „Wir haben immer mehr Hobby-Imker“, berichtet Thaddäus Stocker, der diese Entwicklung als Teil des Trends zurück zur Natur sieht. Viele Neuzugänge sind übrigens pensionierte Akademiker, die weit über 60 mit dem Waben-Latein beginnen.
Thaddäus Stocker und sein ausgezeichneter Bienenhonig
Thaddäus Stocker und sein ausgezeichneter Bienenhonig 
©TVB Osttirol
Thaddäus Stocker selbst besuchte die Imkerschule vor gut zehn Jahren, als er die Völker seines Vaters übernahm. Obwohl er anfangs nach diversen Bienenstichen mit einem allergischen Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, hat ihn der Virus nicht mehr losgelassen. Der Umgang mit den Bienen ist für den Sicherheitstechniker Meditation und Ausgleich zum Beruf, die Imkerei als solche gesellschaftliche Verantwortung: „Die Biene ist im Frühjahr die erste, die mit der Bestäubungsaktivität beginnt – wir brauchen sie unbedingt, um unsere vielfältige Pflanzenwelt zu erhalten.“ 

Schon seit Millionen von Jahren heimisch in Osttirol ist die Carnica-Biene, die Thaddäus Stocker als besonders sanftmütige Vertreterin ihrer Art beschreibt. Er selbst betreut 70 Völker mit mehr als vier Millionen Bewohnern. Dabei liegt der Ertrag pro Jahr und Stock bei nur 15 bis 20 Kilogramm Honig, während man andernorts locker das Fünffache herausholt. „Ich lasse den Bienen Zeit. Je öfter sie die Pollen im Stock umhertragen und sie dabei mit Fermenten und Spurenelementen vermischen, desto höher ist die Wertigkeit des Produkts und desto geringer der Wassergehalt“, erklärt der Experte eines der Geheimnisse wirklich guten Honigs.

 Und den gibt es in Osttirol in den unterschiedlichsten Geschmacksnoten – je nachdem, ob die Bienen den Nektar vorwiegend in Wäldern gesammelt haben, auf blühenden Kräuterwiesen oder auf hochgelegenen Almen. Aber egal, welche Sorte man wählt: „Jedes Glas Honig verkörpert unsere intakte Natur, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann“, sagt Thaddäus Stocker. Neben Einheimischen greifen auch viele Urlauber zu, die sich ein Stück Osttirol mit nach Hause nehmen möchten und das Qualitätsprodukt längst als ideales Mitbringsel entdeckt haben. 

Thaddäus Stocker, dessen Honig mit der „Goldenen Honigwabe“ ausgezeichnet wurde, verkauft in seinem Osttiroler Bienenladen, in dem man schon gerne verweilt, weil es hier so herrlich duftet, auch die Qualitätserzeugnisse seiner Kollegen. Insgesamt gibt’s über 400 Imker in der Region, von denen 230 im Verein organisiert sind und die im Durchschnitt je acht bis zehn Völker betreuen. 

Besonders erfreut ist Thaddäus Stocker über die vor einigen Jahren eingerichtete Landesbelegstelle in Anras, konkret im abgelegenen Kristeinertal. Hier können die Imker im Frühsommer ihre frisch geschlüpften Königinnen hinbringen, um sie von starken, mit bestem Erbgut ausgestatteten Carnica-Drohnen begatten zu lassen. Acht bis 15 Männer sterben beim Hochzeitsflug – dafür schenkt die Königin anschließend im heimischen Stock bis zu 2000 neuen Untertanen das Leben. „Das ist einfach unglaublich“, schwärmt Thaddäus Stocker, der sich über jedes neue Bienenvolk in Osttirol freut.  

Über Osttirol: 
Osttirol mit der Bezirkshauptstadt Lienz und 32 Gemeinden gliedert sich in vier Regionen: Die Nationalpark-Region Hohe Tauern und das Defereggental im Norden, die Lienzer Dolomiten im Südosten und das Hochpustertal im Südwesten. Staufreie und winterfeste Anfahrt über die Felbertauernstraße; Ski & Fly mit dem Airportshuttle vom Flughafen Klagenfurt bzw. Innsbruck nach Osttirol.  

Infos:  
Osttirol Werbung, Albin-Egger-Str. 17, A-9900 LienzTel. +43 (0) 50 212 212, info@osttirol.com; www.osttirol.com

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Die Umbal-Wasserfälle in Osttirol

Wild und spritzig:
Begegnung mit den
Umbal Wasserfällen 

Experten aus der ganzen Welt ziehen ihren Hut vor der Isel: Während der letzte frei-fließende Gletscherfluss der Ostalpen für Wissenschaftler ein dynamischer Lebensraum mit Vorbildcharakter ist, können Urlauber die Urgewalt des Osttiroler Wassers in allen Facetten genießen. Besonders beeindruckend sind die Umbalfälle nahe des Bergsteigerdorfs Prägraten. 

Hier stürzt die Isel, die ihren Ursprung im ewigen Eis der Hohen Tauern hat, tosend zu Tal. Auf dem Natur-Kraft-Weg Umbalfälle, der im vergangenen Jahr neu gestaltet wurde, erleben Gäste das faszinierende Schauspiel hautnah und gratis.
Umbal Wasserfälle
Umbal Wasserfälle ©NPHT_Kurzthaler
Umbal Wasserfälle
Umbal Wasserfälle ©NPHT_Jurgeit
 Unser Ziel ist es, Besucher für die Umwelt zu sensibilisieren und Kraft der Natur nachhaltig erfahrbar zu machen“, sagt Hermann Stotter, Direktor des Nationalparks Hohe Tauern. 

Über sieben Stationen schlängelt sich der Schaupfad an der beeindruckenden Schlucht und den Katarakten entlang von Ströden bis zur Blinig-Brücke, die man nach etwa anderthalb Stunden und 250 Höhenmetern erreicht. Schautafeln geben Auskunft über die Bedeutung der Isel als Lebensader Osttirols, während Plattformen zu spektakulären Erlebnissen einladen: Mal ragt die Konstruktion in 30 Metern Höhe in die Schlucht hinein und der Blick fällt auf die tosenden Gewalten tief unten, mal ist man so nah dran, dass die Gischt ins Gesicht spritzt. Dabei fügen sich die einzelnen Aussichtspunkte, die im rotbräunlichen Cortenstahl und in Lärchenholz gefertigt sind, harmonisch ins Landschaftsbild ein. 

Wir sind näher dran und tauchen tiefer ein, erhalten aber gleichzeitig den unverfälschten Gesamteindruck des Naturdenkmals“, erklärt Hermann Stotter den neuen Wasserschaupfad. Denn der Prototyp wurde bereits 1976 angelegt, damals als erster seiner Art in ganz Europa, und nach der großen Flutwelle im Jahr 1985 modifiziert. Übrigens: Am spektakulärsten sind die Umbalfälle im Sommer, wenn die Sonne in der Mittagszeit besonders viel Eis und Schnee zum Schmelzen bringt und die Wassermassen sich in der Schlucht schier überstürzen.

 Von ihrem Ursprung am Gletschertor im hintersten Umbaltal fließt die Isel auf knapp 60 Kilometern quer durch Osttirol hinab ins 1840 Meter tiefer gelegene Lienz, wo sie in die Drau mündet. Der ungezähmte Gletscherfluss, der auf seinem Weg 48 Seitenflüsse aufnimmt und je nach Jahreszeit Unmengen Schotter und Geröll transportiert, hat eine einzigartige Flusslandschaft mit außergewöhnlichen Biotopen geschaffen. Hier gedeiht das rosmarinblättrige Weidenröschen neben der Tamariske und die Gelbbauchunke, die längst auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten steht, fühlt sich noch immer genauso wohl wie der Flussuferläufer. Während im Oberlauf der Isel bis Matrei Regenbogenforellen ihr Revier gefunden haben, sind es im Unterlauf vorwiegend Äschen, Huchen und Forellen. 

Angler und Fliegenfischer machen auf jeden Fall reiche Beute, wenn sie ihre Ruten auswerfen. Am besten, man fragt die Einheimischen nach den besten Plätzen. Viel Auswahl haben auch Familien, die den Tag auf natürlichen Kinder-Spielplätzen entlang der Isel verbringen möchten. Oder wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer entspannten Radeltour? Einfach in Lienz den Shuttle ins 27 Kilometer entfernte Matrei nehmen und am Fluss entlang talwärts radeln. 

Besonderer Tipp: 
Die Natursteinskulpturen, die das Ufer von Kienburg bis St. Johann säumen. 

Vor allem an heißen Tagen steht die Isel hoch im Kurs, denn der kühlende Hauch des Gletscherwassers aus den Hohen Tauern klimatisiert den Uferbereich und das gesamte Tal auf natürliche Weise. Selten wird der Fluss, der Wildwasser-Abenteurer magisch anzieht, wärmer als acht bis zehn Grad. Sie haben die Isel längst zum Mekka erkoren, weil sie neben sanfteren Trainingsstrecken auch die höchsten Schwierigkeitsstufen der Skala und damit die ultimative Herausforderung bietet. An „Osttirols Wuchthammer“ etwa sollten sich nur wirklich gute Paddelteams heran trauen: 

Diesen Namen trägt die vier Kilometer lange Strecke vom Pegel Brühl bis zum Rafteinstieg in Huben, deren Herzstück ein Katarakt bildet. Die besten Touren inklusive wichtiger Tipps, Hinweise und Adressen sind übrigens im Führer „Wildwassereldorado Osttirol“ zusammengefasst, der von Isel über Drau und Gail bis hin zu Tauernbach und Kalserbach das Beste bündelt. Übrigens: Wer keine Kajak-Erfahrung hat, kann vor Ort Einsteigerkurse buchen – oder die Faszination Wildwasser bei einer geführten Raftingtour für sich entdecken. Eine bekannte Einstiegsstelle ist in Huben, Ausflüge unter sachkundiger Leitung werden hier regelmäßig angeboten.

Besonderer Tipp:Die Osttirol Card für 46 bzw. 22 Euro (Kinder) bündelt 20 Freizeitangebote. Sieben Tage lang können Gäste die Bergbahnen gratis nutzen und haben freien Eintritt in Wildpark, Schwimmbäder und Museen.

Über Osttirol: 
Osttirol mit der Bezirkshauptstadt Lienz und 32 Gemeinden gliedert sich in vier Regionen: Die Nationalpark-Region Hohe Tauern und das Defereggental im Norden, die Lienzer Dolomiten im Südosten und das Hochpustertal im Südwesten. Staufreie Anreise inklusive Landschaftserlebnis über die Felbertauernstraße.

Infos:  
Osttirol Information, Albin-Egger-Str. 17, A-9900 LienzTel. +43 (0) 50 212 212, info@osttirol.com; www.osttirol.com

Dieter Buck  

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Osttirol: Mit dem Nationalparkranger durch die Hohen Tauern

Mit dem Nationalpark-Ranger 

auf Tour durch die Tauern 

 


Manche sind nur etwas für den Sommer. Auf anderen ist das Gestein so brüchig, dass man sie nur bei Schnee und Eis erklimmen kann. „Die Planung war eigentlich die größte Herausforderung“, sagt Andreas Rofner. Innerhalb von fünf Jahren hat er gemeinsam mit seinem Freund, dem Volksschullehrer Reinhard Steiner, alle 241 Dreitausender Osttirols bestiegen. 

Jetzt kennt er seinen Arbeitsplatz besser als andere ihre Westentasche. Andreas Rofner ist Ranger im Nationalpark Hohe Tauern, aus dem Großglockner und Großvenediger als die höchsten Berge Österreichs prominent hervorragen. Das ganze Jahr über begleiten er und seine zehn Kollegen Gäste durch die unberührte Natur. Sie alle sind diplomierte Experten mit eigenen Spezialgebieten.
 
NP Ranger zeigt die Schönheiten der Natur auf

NP Ranger zeigt die Schönheiten der Natur auf 
 ©Osttirol Werbung
Nationalpark Ranger Andreas Rofner mit unseren NP Spürnasen

Nationalpark Ranger Andreas Rofner
 mit unseren
NP Spürnasen
 ©Henning Bode
Andreas Rofners Steckenpferd ist die Pioniervegetation: „Alpenmannschild und Gletscher-hahnenfuß gehören zu den ersten Pflanzen, die sich ansiedeln, wenn das Eis zurück geht“, so der Experte, der die Kalser Gletscherreise gemeinsam mit einem Bergführer begleitet. Die zweitägige Schnuppertour verspricht Abenteuer und Wissen – und erfordert eine gute Kondition. Knapp 900 Höhenmeter durch weite alpine Graslandschaften und über beeindruckende Gletschermoränen sind bis zur Stüdlhütte zu überwinden, dem Übernachtungsquartier auf 2800 Metern. Nach einer Einführung in Anseil- und Sicherungstechniken sowie den richtigen Umgang mit Steigeisen und Eispickel geht’s am nächsten Morgen zum Teischnitzkees mit seinen imposanten Eistürmen und tiefen Gletscherspalten. Wer mag, lässt sich zwischendurch abseilen und betrachtet das Eis von unten, bevor der Rückweg über das wildromantische Teischnitztal nach Kals beginnt.  

Zu den unbestrittenen Highlights im Nationalpark-Programm gehört auch der Knappentreck – eine Reise in die Vergangenheit auf den Spuren der Bergleute, die in der rauen Gipfelwelt einst Kupfererz und Eisen, aber auch Gold und Silber abbauten. Start ist in St. Jakob im Defereggental. Vor dem fast 400 Jahre alten Handelshaus stehen hier die Haflinger schon bereit, um das Gepäck über die historischen Pfade hinauf zu tragen. Ziel sind die Knappengruben. 

Nach der Besichtigung eines alten Stollens und einer zünftigen Jause mit Brot, Speck und Schnaps führt der Weg weiter über das Trojeralmtal zur Reichenbergerhütte, die auf 2586 Metern in der Lasörlinggruppe liegt. „Das Gebiet ist ursprünglich, absolut malerisch“, schwärmt Andreas Rofner. „Hier kommt man übrigens auch auf dem Tiroler Adlerweg vorbei, der schönsten Verbindung zwischen den höchsten Bergen Österreichs, die in ihrer leichten Variante als Baby-Adlerweg bekannt ist.“ 

Aber zuerst einmal verschnaufen. Wer sich nach der vierstündigen Knappenwanderung abkühlen möchte, springt kurz in den Bödensee unterhalb der Reichenbergerhütte – und ist dann vielleicht auch wieder fit genug, um am Abend den Bachlenkenkopf zu besteigen. Als Gipfeltour zum Sonnenaufgang bietet sich die Gösleswand an. Danach gibt’s Frühstück und man wandert gemütlich über das Kleinbachtal ins Iseltal und nimmt von dort den Postbus zurück nach St. Jakob. 

Besonders eindrucksvoll ist auch die Überquerung des Alpenhauptkamms. „Übern Tauern drüber“ heißt die geführte Ganztagestour, die mit einem Bustransfer zur Nordseite beginnt. Von Uttendorf/Enzingerboden schwebt man mit der Bergbahn zur Rudolfshütte und steigt dort die 200 Höhenmeter auf den Kalser Tauern (2518 m) auf – und lässt das Panorama mit der Granatspitz- und Glocknergruppe, den tiefblauen Seen, weißen Gletschern und schroffen Gipfeln auf sich wirken, bevor man an der Südseite über einen markierten Steig Richtung Dorfersee und das Kalser Tauernhaus wieder zurück wandert. Letztes Highlight der Tour ist die wildromantische Daba-klamm, an deren Ausgang der Bus wartet.

Aber es muss ja nicht immer gleich eine kernige Bergtour sein. Auch die „Nature Watch“-Führungen des Nationalparks, die allesamt für Familien geeignet sind und drei bis vier Stunden dauern, ermöglichen spannende Aus- und Einblicke. Im Defereggental dreht sich dabei alles um die Faszination Wasser und den Gletscherfluss Schwarzach, während in Kals das Wild ins Visier genommen wird. „Von Steinböcken und Gämsen über Murmeltiere bis hin zu Adlern gibt’s hier einfach alles“, so Andreas Rofner. 

Bereits legendär ist das Almrosenfest, zu dem St. Jakob bereits zum 16. Mal am Wochenende des 21. und 22. Juni einlädt. Wenn das Blütenmeer rund um den Obersee und den Staller Sattel tief rosa bis kräftig rot erstrahlt, wird im Dorf auf allen Plätzen gefeiert – mit Volksmusikstars und Schuhplattlern, mit Osttiroler Köstlichkeiten, Hüpfburg, Riesenrutsche, Kinderkarussell und jeder Menge Herzlichkeit. Wer dabei sein will, kann die Pauschale „Almrosenblüte“ vom 19. bis 22. Juni buchen und zahlt für drei Übernachtungen ab 85 Euro pro Person im Doppelzimmer.  

Andreas Rofner streift am liebsten im Herbst durch die Berge. Wegen der gigantischen Fernsicht. Der Nationalpark Hohe Tauern beschäftigt seine Ranger übrigens das ganze Jahr über. „Wir waren europaweit die ersten mit diesem Modell“, erzählt er. Und überlegt, ob er nicht mal wieder der Röthspitze in der Venedigergruppe einen Besuch abstatten sollte, wenn es ruhiger wird. Das ist sein absoluter Lieblingsberg unter den 241 Dreitausendern Osttirols: „Die Aussicht ist nicht zu toppen“, schwärmt er. 

Besonderer Tipp:  
Die Osttirol Card für 46 bzw. 22 Euro (Kinder) bündelt 20 Freizeitangebote. Sieben Tage lang können Gäste die Bergbahnen gratis nutzen und haben freien Eintritt in Wildpark, Schwimmbäder und Museen. 
Über Osttirol: 
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Infos:  
Osttirol Information, Albin-Egger-Str. 17, A-9900 LienzTel. +43 (0) 50 212 212, info@osttirol.com; www.osttirol.com

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